Geschwindigkeit in der Supply Chain »Der entscheidende Unterschied«

Effizienzsteigerung im Einkauf

Und dieser Mehrwert lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: Vergleicht man die Arbeitsweise von vor zehn Jahren, als noch sämtliche Infos manuell eingeholt wurden, beziffert Susanne Gujber die Effizenzsteigerung für manche Aufgaben mit etwa 80 Prozent. Neben der Zeitersparnis sind die Informationen durch die direkte Vernetzung aktueller und umfassender. »Für die Prototypenkalkulation haben Sie früher Tage gebraucht, heute ist das in wenigen Minuten geschehen«, erklärt Gujber. »Der Fokus des Einkäufers hat sich auf die optimierte Beschaffung verlagert, das heißt, man betreibt proaktives strategisches Einkaufen. Wir sehen das für uns nicht nur als Effizienzsteigerung, sondern auch als USP zum Mitbewerb und Bestandteil unseres „BMK-Delta“. Wir gewinnen Zeit und sehen viel früher, wann ein Problem auftreten würde, und das nicht nur bei Neuanläufen, sondern auch bei laufenden Projekten.« Sofern erforderlich, kann BMK früh auf den Kunden zugehen und gewinnt dadurch Zeit, um ein etwaiges Pro­blem gemeinsam zu lösen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn völlig unvorhergesehen ein Teil plötzlich nicht mehr verfügbar ist, wie es durch die aktuelle Corona-Krise der Fall sein kann. »Durch unser System können wir relativ schnell sehen, wo doch noch etwas verfügbar ist.« Wichtig, so Gujber, sei dabei auch, dass man sich nicht einfach mit einem „Geht nicht“ an den Kunden wendet, sondern einen Lösungsvorschlag oder Alternativen parat hat. Das wiederum ist nur möglich, wenn die entsprechenden Daten zur Verfügung stehen.

Die Digitalisierung hilft nicht nur, akute Herausforderungen zu lösen, sondern gibt auch Hinweise auf Frühindikatoren. Dadurch können Teile ausreichend bevorratet werden, bevor es aller Wahrscheinlichkeit nach zu Verfügbarkeitsproblemen kommen wird. »Wir haben in der Allokation 2018 und auch im Zeichen der Corona-Auswirkungen in Asien bereits im Januar dieses Jahres Auswertungen gefahren und unsere Läger nicht abgebaut, sondern weiter hinzugekauft. Nicht immer kann man proaktiv arbeiten, weil es sozusagen überall „brennt“ , aber wir konnten uns durch unsere gute Lagerhaltung auf die wirklich kritischen Teile konzentrieren«, schildert Gujber.

Die Zusammenarbeit mit Digi-Key erstreckt sich übrigens nicht nur auf Muster und Prototypen, sondern auch für die Serie: »Digi-Key schließt Lücken anderer Distributoren mit konstanter Datentransparenz, vorrätigen Mengen in den Stückzahlen, die tatsächlich benötigt werden, und das verarbeitungsgerecht verpackt«, unterstreicht Gujber. »Wir fertigen auch viele kleine und mittelgroße Serien. Dafür kommt oft Digi-Key zum Einsatz. Der Vorteil ist, es gibt keine Mindestabnahmen innerhalb der VPE und auch im Vergleich zur üblichen Distribution für viele Teile reduzierte Abnahmeverpflichtungen.« Und das ist besonders in kritischen Zeiten, in denen die Lieferketten diverse Kapriolen schlagen – ein stichhaltiges Argument für BMK. »Geschwindigkeit ist in der Supply Chain der entscheidende Wettbewerbsfaktor, um den immer schneller werdenden Entwicklungszyklen und Unsicherheiten der Lieferkette gerecht zu werden. Wir wollen gemeinsam mit unseren Lieferanten den Unterschied machen, um schnell und flexibel auf Kundenwüschen reagieren zu können. Hierzu sind gerne alle Partner aufgerufen!«