Ein Stück bis Produktionsvolumen Conrad und SOS electronic: Gemeinsame Hybridstrategie

Das Headquarter von SOS electronic in der Slowakei
Das Headquarter der Conrad-Tochter SOS electronic in der Slowakei.

Seit 2013 gehört der slowakische Broadliner SOS electronic zu Conrad und adressiert nun gemeinsam mit Conrad Business Supplies die Industriekunden: vom Ein-Stück-Bedarf in der Entwicklung bis zu größeren Volumen in der Serienproduktion.

Die hierzulande noch eher unbekannte Conrad-Tochter SOS electronic mit Headquarter im slowakischen Košice ist seit 22 Jahren als Broadliner tätig und hat derzeit 90 Mitarbeiter. 27 davon sind Ingenieure, die beim Design-in der Bauteile für eine Neuentwicklung helfen. Spezialisiert ist SOS electronic auf das Produktionsgeschäft der Elektronik- und Auftragsfertiger. Zu den Kunden zählen aber auch namhafte OEMs. 

Mit SOS electronic will Conrad Business Supplies die in der Katalogdistribution inzwischen gängige Hybridstrategie für die Industriekunden aufbauen und damit die Lücke zwischen Entwicklungs- und Musterbedarf und Produktionsmengen schließen. Das heißt: Kleinmengen bleiben wie gehabt bei Conrad Business Supplies, größere Bedarfe bzw. Produktionsvolumina kann der Kunde bei SOS electronic bestellen und sich im Zuge dessen auch technisch versiert beraten lassen. 

Die technische Ausrichtung von SOS electronic steckt eigentlich schon im Namen: SOS steht für »Supplier Of Solutions« und hat nichts mit dem Notruf-Akronym SOS zu tun, wie man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte. Dementsprechend ist SOS electronic auch kein unabhängiger Distributor für Notbedarfe, sondern ein autorisierter Vertragsdistributor mit etwa 100 Herstellern auf der Linecard, betont Ján Seszták, CEO des Unternehmens: »Wir legen großen Wert auf technische Unterstützung. Die Kunden werden über einen technischen Außendienst betreut oder können sich an unser Callcenter wenden, in dem ebenfalls technisch geschulte Mitarbeiter weiterhelfen.« Seszták ist bereits seit 1995 CEO des Unternehmens und leitet es auch nach der Conrad-Übernahme weiter. Er berichtet an Holger Ruban, Managing Director Conrad International und President von Conrad Business Supplies. 

Die Kunden können bei SOS electronic aus 200.000 verschiedenen Komponententypen aus den Bereichen Halbleiter, Module, Entwicklungskits, passive, optoelektronische und elektromechanische Bauelemente sowie Werkzeuge, Messtechnik und Lötprodukte wählen. Bestellt werden kann telefonisch oder über den Online-Shop. Online gibt es eine Microsite für jeden Hersteller und eine eigene Tech-Community mit 50.000 Mitgliedern. Im so genannten E-Cube kann der Kunde sein gebautes Produkt als Applikationsbeispiel beschreiben und so anderen Community-Mitgliedern zugänglich machen.