Autopilot involviert? Zwei Tote bei jüngstem Tesla-Unfall

Das Model S von Tesla hat in Los Angeles ein Fahrzeug gerammt, in dem zwei Insassen zu Tode kamen.
Das Model S von Tesla hat in Los Angeles ein Fahrzeug gerammt, in dem zwei Insassen zu Tode kamen.

Ein Tesla S hat bei roter Ampel eine Kreuzung überquert und ein Fahrzeug gerammt, in dem zwei Insassen starben.

Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) der USA hat eine Untersuchung des jüngsten tödlichen Unfalls vom 29. Dezember 2019 mit einem Tesla S angekündigt.

Ein Tesla S hatte offenbar eine rote Ampel nicht beachtet und war am vergangen Sonntag in Los Angeles auf einer Kreuzung in einen Honda Civic gerast, in dem zwei Insassen ums Leben kamen. Die Insassen des Tesla wurden verletzt, wie Reuters berichtet.

Ob der Autopilot des Tesla dabei eine Rolle spielte, ist noch nicht bekannt. Auf jeden Fall war der Autopilot in drei tödliche Unfälle des Tesla seit 2016 involviert. Das National Transportation Safety Board hatte bemängelt, dass der Autopilot über zu wenige Sicherheitsvorkehrungen verfüge und dem Fahrer erlaube, sich von seinen eigentlichen Aufgaben ablenken zu lassen. Das sei etwa bei einem Unfall im Jahr 2018 in Culver City der Fall gewesen.

Sowohl Tesla als auch die NHTSA erklären, dass die Fahrer eines Tesla beide Hände am Steuer behalten und aufmerksam „fahren“ müssen, auch wenn der Autopilot eingeschaltet ist. Wie Tesla formuliert, erlaubt es der Autopilot dem Fahrzeug in seiner Spur automatisch zu steuern, zu beschleunigen und zu bremsen – aber es könne nicht autonom fahren.  

Einige Fahrer berichteten, dass sie für bestimmte Zeitabschnitte die Hände vom Steuer nehmen könnten, sobald der Autopilot eingeschaltet sei. Im vergangenen Monat hatte US-Senator Ed Markey gefordert, dass Tesla den Autopiloten vorläufig deaktivieren müsse. Solange, bis neue Sicherheitsvorkehrungen verhindern, dass die Fahrer unaufmerksam werden und sogar einschlafen könnten.

Die NHTSA hat bestätigt, spezielle Untersuchungen von mehreren Unfällen durchzuführen, in denen Teslas verwickelt waren. Über die genaue Anzahl der untersuchten Unfälle schweigt sich die Behörde aus.