Vernetzte Mobilität VW beteiligt sich an Diconium

Über die Beteiligung an Diconium will VW eine elektronische Vertriebsplattform aufbauen und schnell Dienste wie Over-the-Air«-Updates und automatisches Bezahlen anbieten.
Über die Beteiligung an Diconium will VW eine elektronische Vertriebsplattform aufbauen und schnell Dienste wie Over-the-Air«-Updates und automatisches Bezahlen anbieten.

VW beteiligt sich mit 49 Prozent an Diconium, um Autokäufern schnell digitale Dienste anbieten zu können.

Dazu zählen Over-the-Air«-Updates und automatisches Bezahlen. Gemeinsam wollen die Unternehmen auch eine Vertriebsplattform auf den Weg bringen, über die VW-Kunden online Dienste und Funktionen für vernetzte Autos kaufen und verwalten können. Dafür brauche VW die Kompetenz des neuen Partners, sagte Christoph Hartung, Leiter Mobilitätsdienste der Marke Volkswagen. Diconium mit Sitz in Stuttgart beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in Deutschland, Portugal, den USA und Indien.

Mit dem Marktstart der elektrischen ID-Modellfamilie ab 2020 will VW »Over-the-Air«-Updates anbieten. Die elektronische Vertriebsplattform sei laut Hartung einem Einkaufszentrum mit verschiedenen Shops und einem gemeinsamen Bezahlsystem vergleichbar, etwa um E-Autos zu laden. VW entwickelt eine Ladekarte, die die Ladesäulen freischaltet, wenn die Kunden sie benötigen.

Darüber hinaus könne die Plattform um Mobilitätsdienste wie Carsharing erweitert werden, auch die Shuttle-Dienste der VW-Tochter Moia sollten auf lange Sicht darüber buchbar sein.

Volkswagen hatte kürzlich Investitionen von 44 Milliarden Euro für Digitalisierung, autonomes Fahren und E-Mobilität in den kommenden fünf Jahren angekündigt. Eine strategische Partnerschaft mit Microsoft besteht bereits. Auch andere Autobauer wollen ihr Geschäftsmodell zunehmend vom Verkauf von Fahrzeugen auf digitale Dienste umstellen.

Mit Hilfe der Cloud-Dienste von Microsoft soll die »Volkswagen Automotive Cloud« entwickelt werden, die alle digitalen Dienste und Mobilitätsangebote des Autobauers bündelt. Damit will VW künftig in der Lage sein, digitale Dienste auf die gesamte Flotte auszuweiten. Auch geht es um den sicheren Datenaustausch zwischen Fahrzeug und Cloud. Ab 2020 sollen jährlich mehr als 5 Millionen Autos der Marke VW vollvernetzt auf den Markt kommen.