Kommentar Vorbild Marrakesch

Die »ABB FIA Formula E Championship« in Marrakesch: Damit sich die elektromobilität auf breiter Front druchsetzt,kommt es wesentlich auf die Infrastruktur und Schnellladestationen an. Deshalb sponsert ABB die Formel-E.Rennen.
Die »ABB FIA Formula E Championship« in Marrakesch: Damit sich die elektromobilität auf breiter Front druchsetzt,kommt es wesentlich auf die Infrastruktur und Schnellladestationen an. Deshalb sponsert ABB die Formel-E-Rennen.

Die Fahrer un die E-Rennwagen stehen im Zentrum des Interesses. Worauf es mindestens genauso ankommt, zeigte die „ABB FIA Formula E Championship“ in Marrakesch.

Die Initiatoren von Formel-E-Rennen wollen vor allem zwei Dinge zeigen: Erstens sind die Rennen sauber und leise – sie können deshalb innerhalb der Innenstädte stattfinden, der Aufwand hält sich in Grenzen. Zweitens ist das Reglement so ausgelegt, dass die Teams ständig unter Druck stehen, die Technik weiter zu entwickeln. Die Verbesserungen müssen zudem so durchgeführt werden, dass sie in den Alltagsautos schnell und zu vertretbaren Kosten ankommen können. Damit setzt die Formel E einen Kontrapunkt zum bisherigen Motorsport.

Das kommt in der Industrie an. Immer mehr Teams beteiligen sich an der Formel E. Jetzt ist erstmals ein Unternehmen als Sponsor hinzugekommen, das nicht nur ein einzelnes Team unterstützt, sondern die Formel E insgesamt, deren Rennen ab jetzt offiziell unter dem Titel „ABB FIA Formula E Championship“ abgehalten werden. Damit wollen ABB und die Formel E zeigen, dass es nicht nur auf die Autos selber ankommt, sondern mindestens genauso auf die Infrastruktur, also auf die Elektrizitätsnetze und auf die Ladestationen.

Das vergangene Rennen fand in Marrakesch statt. Warum Marrakesch? Nicht weil es besonders pittoresk wäre, sondern weil das Rennen dort auf eine weitere wichtige Voraussetzung hinweist: Der Strom muss zum großen Teil aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Photovoltaik stammen, damit die Elektrifizierung des Verkehrs sinnvoll ist. Hier ist Marokko führend; bis 2030 werden voraussichtlich 52 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Marrakesch setzt also ein besonderes Zeichen, wie umweltfreundlich ein Auto­rennen sein kann.

Etwas Besonderes hat sich auch in unserer Redaktion getan, wie Sie letzte Woche bereits lesen konnten. Ich werde mich künftig als Editor-at-Large mehr noch als bisher auf die redaktionelle Arbeit konzentrieren. Die vielfältigen Aufgaben, die sich bei der Markt&Technik selbst, den zahlreichen Sonderpublikationen, dem Online-Portal markt-technik.de sowie den Markt&Technik-Events stellen, lassen sich besser im Team bewältigen. Deshalb freue ich mich, dass Dr. Ingo Kuss ab Anfang dieses Jahres den Posten als Chefredakteur der Markt&Technik übernommen hat und ich mich in meiner neuen Rolle voll und ganz auf die journalistische Arbeit stürzen kann, um Ihnen weiterhin interessante Informationen aus erster Hand zu liefern.