Börsengang in New York Tesla-Konkurrent Nio ist 6,4 Mrd. Dollar Wert

Den SUV vom Typ ES8 baut Nio seit Juni 2018. Das E-Auto enthält Schlüsselkomponenten von Bosch.
Den SUV vom Typ ES8 baut Nio seit Juni 2018. Das E-Auto enthält Schlüsselkomponenten von Bosch.

6,4 Mrd. Dollar konnte Nio im Rahmen des Börsenganges einsammeln. Einige Schlüsselkomponenten bezieht Nio von Bosch.

Der in China ansässige Hersteller von E-Autos verkauft bereits erste Typen und will ein eigenes Werk in Shanghai aufbauen. Im Moment verfügt Nio noch nicht über eine Lizenz für ein eigenes Werk in China – wie andere E-Auto-Hersteller in China auch – und lässt bei der Anhui Jianghuai Automobile Group fertigen. Deshalb will Nio, hinter der Tencent steht,  einen Teil des an der Börse generierten Geldes dazu verwenden, ein eigenes Werk in Shanghai zu bauen. Die Lizenz dafür zu erhalten und das Werk zu errichten, könnte zwei bis die Jahre dauern, wie Bloomberg berichtet.

Schlüsselkomponenten von Bosch

Derzeit fährt Nio die Produktion des ersten eigenen Autos, einen siebensitzigen SUVs vom Typ ES8, in einem Werk in Hefei hoch. Bis Ende des Jahres will Nio 10.000 ES8 an Kunden ausgeliefert haben. Im Juli waren Bosch und Nio eine strategische Zusammenarbeit eingegangen, die sich von der Sensortechnik über autonomes Fahren und die Steuerung elektrischer Motoren bis zu intelligenten Transportsystemen erstreckt. Der ES8 enthält Schlüsselkomponenten von Bosch, darunter das Fahrerassistenzsystem, Steuereinheiten, Sensoren und den iBooster. Diese Komponenten sollen für den Einsatz in künftigen Modellen von Nio weiter entwickelt werden.

Laut Bloomberg hat das Unternehmen seit dem Start 2016 rund 1,6 Mrd. Dollar Verluste gemacht und erzielt seit dem ersten Halbjahr 2018 erste Umsätze. Die Hersteller von E-Autos in China werden deshalb so hoch bewertet, weil die Zukunftsaussichten rosig erscheinen: Bis 2007 hat sich China zum Ziel gesetzt, die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge auf 7 Millionen zu steigern. Bis 2040 soll es sich bei mehr als der Hälfte der Neuverkäufe um E-Autos handeln – was knapp 560 Mio. Fahrzeugen entsprechen würde, einem Drittel der weltweiten Fahrzeugflotte.  

Deshalb werden auch andere chinesische E-Auto-Hersteller wie etwa Byton und Xpeng Motors hoch bewertet. Xpeng Motors konnte während der letzten Fund-Raising-Runde 3,6 Mrd. Dollar einsammeln.