Auslieferungsrekord Tesla enttäuscht trotzdem

Nicht alles ist Gold, was den Namen Tesla trägt. Nextmove vermietet weit weniger Tesla Model 3 als geplant, weil die Kalifornier Fahrzeuge mit zum Teil gravierenden Mängeln lieferten.
Der Verkauf des Model 3 von Tesla hat sich gut entwickelt, dafür sind die Analysten mit den Verkäufen der älteren Model S und X weniger zufrieden.

Noch nie mehr E-Autos geliefert – Ziel mit plus 2 Prozent dennoch verfehlt: Die Tesla-Aktie fällt um 7 Prozent.

Weil Tesla-Chef-Elon Musk viel höhere Erwartungen geschürt hatte, kam dieser Verkaufsrekord – 97.000 verkaufte Autos im dritten Quartal – an der Börse nicht gut an. Musk hatte verkündet, die Schwelle von 100.000 ausgelieferten Autos im dritten Quartal überspringen zu können. Jetzt ist die Enttäuschung groß, die Aktien sind am Donnerstagvormittag um 7 Prozent gefallen.

Denn nun fragen sich die Analysten die typischen Analystenfragen, wie etwa Joe Osha vom Investmentmanager JMP Securities: »Wir fragen uns, ob die Nachfrage nach Teslas Autos abflacht.« Wenn ein Analyst sich solche Fragen stellt, dann stuft er das Kursziel herab, was er denn auch tat.

Wie sah die Ausliefersituation von Tesla genau aus? Der Großteil der 97.000 Autos entfiel mit 79.600 Stück auf den Hoffnungsträger Model 3. Während die Nachfrage nach Teslas günstigstem Fahrzeug hoch bleibt, gerät der Absatz der älteren Luxuswagen Model S und X ins Stocken. Dazu erklärte Christopher Eberle von Nomura, dass die Abschwächung und den Einfluss, den sie auf die Profitabilität habe, Investoren weiter umtreiben dürfte. Denn für Tesla würde es nun sehr schwierig, die ambitionierten Jahresziele von Musk zu erreichen. Für 2019 hatte er prognostiziert, insgesamt 360.000 bis 400.000 Wagen auszuliefern.