Renault/Nissan Spannungen nehmen zu

Ein Renault steht auf einem Parkplatz vor der Zentrale des französischen Autoherstellers.
Der Graben zwischen Renault und Nissan vertieft sich weiter.

Renault will Reformen beim Partner Nissan verhindern, der französische Finanzminister beschwichtigt.

Jean-Dominique Senard will nicht, dass sich Renault am Aufsichtsratstreffen von Nissan beteiligt. Es ist auf den 25. Juni angesetzt und soll Reformen beschließen, was Renault blockieren will, weil das Unternehmen dadurch seinen Einfluss verringert sieht. Eine entsprechende Botschaft hat Senard an Nissan-CEO Hiroto Saikawa geschickt. Der nannte die »neue Position von Renault sehr bedauerlich«.  Damit haben die Beziehungen nach dem Scheitern der Fusion zwischen Renault und Fiat Chrysler einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Währenddessen hat sich der französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire mit seinem Kollegen Hiroshige Seko in Japan getroffen. Beide wollen die Allianz zwischen Nissan und Renault weiter unterstützen, wie sie verlauten ließen. Le Maire erklärte, im Laufe der Diskussionen seien einige Missverständnisse aufgeklärt worden.