Renesas Electronics/Renesas Mobile R-Car H1 für Infotainment-Anwendungen

Renesas Electronics und sein Tochterunternehmen Renesas Mobile haben mit dem R-Car H1ein neues Mitglied der R-Car-Familie vorgestellt, mit dem das Unternehmen das High-End des Infotainment-Segments im Fahrzeug adressiert.

Das SoC ist hoch integriert. Einerseits spendiert Renesas mit Cortex-A9 einen Vierfachkern (mit Neon-Erweiterung), der mit maximal 1 GHz getaktet ist und auf eine Rechenleistung von 10.000 DMIPS kommt. Andererseits ist eine auf dem SH4A-Core basierende Multimedia-Engine (MME) integriert, die mit maximal 800 MHz arbeitet und auf eine Rechenleistung von 1760 DMIPS und 5600 MFLOPS kommt. Den Prozessorkernen stehen jeweils 32 KByte Befehls- und Daten-Cache zur Verfügung. Für Graphik-Anwendungen in 3D hat Renesas die GPU PowerVR SGX-543-MP2-IP von Imagination Technologies integriert. Diese Graphik-Engine erreicht eine effektive Verarbeitungsleistung von 40 GFLOPS. Die GPU unterstützt OpenGL ES 2.0 und OpenVG 1.1. Optional steht auch noch der IMP-X3-Kern von Renesas zur Verfügung, eine Verarbeitungseinheit für Bilder in Echtzeit. Der IMP-X3-Kern kann bis zu vier Kamerakanäle verarbeiten, wodurch sich beispielsweise 360-Grad-Kamerarundumblicke und Verkehrszeichenerkennung einfach implementieren lassen. Die Verarbeitung von Video- und Audiodaten wird von Hardware-Beschleunigern übernommen, die auch HD-Formate mit 1080 p bei 60 Frames/s verarbeiten können. Der Baustein verfügt außerdem noch über zwei unabhängige DDR3-Schnittstellen, die mit maximal 500 MHz arbeiten. An Peripheriefunktionen stehen beispielsweise USB 2.0-Host- (drei Ports mit PHY), SD-Host-, Multimedia-Card- und SATA-Schnittstellen zur Verfügung. Außerdem sind ein MLB- (Media Local Bus), ein CAN- und ein IEBus-Interface, MOST DTCP (Digital Transmission Content Protection) sowie in manchen Versionen auch GPS-Baseband-Module integriert. Für sicherheitsrelevante Daten sind ein sicherer RAM und eine Verschlüsselungs-Engine (AES, DES; Hash, RSA) vorgesehen. Darüber hinaus sind auch diverse Timer, serielle Schnittstellen, DMA-, Ethernet- und Interrupt- und Display-Controller sowie ein Taktgeber mit implementierter PLL vorhanden.

Ab November dieses Jahres sollen Muster des R-Car-H1-SoCs verfügbar sein. Der Start der Serienfertigung ist für Dezember nächsten Jahres geplant.