VDA-Zahlen für Oktober Pkw-Inlandsmarkt auf stabilem Niveau

Matthias Wissmann, Präsident des VDA
Matthias Wissmann, Präsident des VDA

Im Oktober wurden auf dem deutschen Markt 258.400 Pkw neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 1 Prozent – allerdings stand ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Seit Jahresbeginn sind die Neuzulassungen um rund 10 Prozent auf über 2,6 Mio. Pkw gestiegen.

Der Marktanteil deutscher Konzernmarken erreichte im Oktober über 71 Prozent. Der Dieselanteil lag mit mehr als 48 Prozent erneut deutlich über Vorjahresniveau (45 Prozent). Vier von fünf neu zugelassenen Diesel-Pkw tragen ein deutsches Markenzeichen.

Die Exporte lagen im Oktober stabil auf dem sehr hohen Vorjahresniveau. Die deutschen Hersteller exportierten 378.000 Pkw an ihre ausländischen Kunden. Seit Jahresbeginn wurden etwa 3,8 Mio. Pkw ausgeführt. Der Auftragseingang aus dem Ausland hat im Oktober erneut kräftig zugelegt. Die Bestellungen von ausländischen Kunden stiegen um 10 Prozent, seit Jahresbeginn beträgt das Plus mehr als 12 Prozent. Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betont: „Die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zeigt die Tatsache, dass die Auftragseingänge aus dem Ausland seit über zwei Jahren kontinuierlich steigen."

Arbeitstäglich bereinigt hat die Produktion im Oktober leicht zugenommen (+2 Prozent); ohne diesen Effekt lag sie mit 490.000 Einheiten leicht unter dem Vorjahr (-2 Prozent). Im bisherigen Jahresverlauf produzierten die deutschen Hersteller im Inland über 4,9 Mio. Pkw (+6 Prozent). Wissmann: "Für das Gesamtjahr erwarten wir weiterhin neue Höchststände bei Produktion und Export. Vor allem wegen der starken Exportnachfrage hat die Fertigung in den Werken zugelegt."

Deutsche Marken wachsen schneller als der US-Markt

Trotz negativem „Reliability Report“: Im Oktober erhöhten die deutschen Hersteller ihren Light-Vehicles-Absatz (Pkw und Light Trucks) um mehr als ein Viertel (+26 Prozent) auf 92.300 Neufahrzeuge. Damit wuchsen die deutschen Marken gut drei Mal so schnell wie der gesamte US-Markt, der um knapp 8 Prozent auf rund 1,02 Mio. Light Vehicles zunahm. Auch in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres haben die deutschen Hersteller ihren US-Absatz mit plus 17 Prozent auf 841.100 Light Vehicles deutlich stärker steigern können als der Gesamtmarkt, der um 10 Prozent auf 10,5 Mio. Einheiten zulegte.

Besonders ausgeprägt ist die Wachstumsdynamik der deutschen Hersteller im Light-Truck-Bereich, der die Segmente Van, Pickup, SUV und CUV umfasst. Im Oktober konnten die deutschen Marken hier ihren Absatz um 51 Prozent auf 26.900 Einheiten steigern, während der Light-Truck-Markt insgesamt nur um knapp 8 Prozent zulegte. "Die hohe Kraftstoffeffizienz der neuen Modelle deutscher Hersteller – kombiniert mit anspruchsvoller Sicherheits- und Komfortausstattung sowie besonderer Zuverlässigkeit – überzeugt offensichtlich immer mehr US-Kunden", mutmaßt Wissmann. Im bisherigen Jahresverlauf (Januar bis Oktober) wuchs der Absatz von Light Trucks deutscher Marken um rund 36 Prozent auf über 228.800 Einheiten, während der Light-Truck-Gesamtmarkt um gut 12 Prozent auf 5,4 Mio. Fahrzeuge stieg. Der Marktanteil der Deutschen in diesem Segment erhöhte sich von 3,5 auf 4,2 Prozent.

Der Ausbau der Kapazitäten deutscher Hersteller auf dem US-Markt spiegelt sich jetzt auch immer stärker in den Pkw-Absatzzahlen wider. Die deutschen Pkw-Hersteller steigerten ihre US-Verkäufe im Oktober um gut 17 Prozent auf 65.400 Einheiten, der Pkw-Gesamtmarkt legte um mehr als 7 Prozent auf 468.500 Neuwagen zu. Dabei erhöht sich der Anteil von deutschen Neuwagen, die aus US-Fertigung stammen, zügig. Im bisherigen Jahresverlauf steigerten die deutschen Pkw-Hersteller ihren US-Absatz um 11 Prozent auf 612.300 Fahrzeuge, der Pkw-Gesamtmarkt stieg um knapp 8 Prozent auf 5,1 Mio. Einheiten. "Unsere Hersteller haben in den ersten zehn Monaten des laufenden Jahres ihren Pkw-Marktanteil auf 12 Prozent erhöht, im Oktober sogar auf 14 Prozent. Damit gehört bereits jeder siebte Pkw, der in den USA verkauft wurde, zu einer deutschen Marke", so Wissmann abschließend.