Ghosn Noch mehr Geld an saudische Freunde?

Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender von Renault-Nissan-Mitsubishi, soll gegen japanische Finanzgesetze verstoßen haben.
Carlos Ghosn soll laut der Staatsanwaltschaft in Tokio noch mehr Geld von Nissan veruntreut haben als bisher bekannt war. Er selber bestreitet das vehement.

Carlos Ghosn hat angeblich 50 Mio. Dollar an zwei Firmen bezahlt, die von saudischen Bekannten geführt werden.

Laut Nikkei Asian Review stammt das Geld aus dem Barbestand, auch als »CEO-Reserve« bezeichnet – bei Nissan, der im Zentrum der Ermittlungen der japanischen Staatsanwaltschaft wegen angeblichen Betrugs steht. Ghosn hatte angeblich freien Zugriff auf diese Reserve gehabt, die innerhalb von Nissan Middle East angelegt worden war. Nach den neusten Erkenntnissen sollen zwei Nissan-Händler in Oman und Dubai über Nissan Middle East jeweils 32 und 16 Mio. Dollar erhalten haben. Das soll zeitgleich mit der Überweisung von 14,7 Mio. Dollar an einen saudischen Geschäftspartner Khaled al-Juffali geschehen sein, wie die Staatsanwaltschaft vermutet, um persönliche Investitionsverluste Ghosns aus den Verlusten seines Investitionsgeschäfte in der Folge des Finanzabsturzes von 2008 geflossen sein. Die Staatsanwaltschaft vermutet, die Reserve sei zur freien Verfügung Ghosns eingerichtet worden. Verluste habe  er vor allem im Rahmen eines Currency Swap Contract mit der japanischen Shinsei Bank gemacht. Zwischen 2009 und 2012 seien dann die Zahlungen an die Firma von Al-Juffali in Höhe von insgesamt 14,7 Mio. Dollar erfolgt.

Ghosn behauptet dagegen, dass alle Zahlungen legal und offiziell erfolgt seien, um Dienstleistungen zu bezahlen, die die betreffenden Firmen erbracht hätten, unter anderem für Lobby-Arbeit mit der saudischen Regierung und für Angelegenheiten zwischen Nissan und lokalen Händlern.