Gewinn und Umsatz steigen Mehr E-Autos von BMW

Ebenfalls im Gepäck hat BMW den neuen i3, der mit seiner 94-Ah-Batterie eine um über 50 Prozent höhere Reichweite hat. Diese soll Herstellenangaben zufolge 300 km betragen.
Das E-Auto i3 von BMW: 2018 soll den Elektrofahrzeugen des Konzerns neuen Schub geben.

BMW hatte früh investiert und will 2018 mindestens 140.000 Elektro- und Hybridautos verkaufen.

Im vergangenen Jahr waren es noch 103.000 gewesen. Vorstandschef Harald Krüger sieht BMW vor allem bei Elektroautos in der richtigen Spur: »Wir haben seit 2016 zahlreiche strategische Entscheidungen getroffen, um unseren nachhaltigen Erfolg in den kommenden Jahren auszubauen.«

Trotz Diesel 4,8 Prozent plus

Auch sonst kann BMW optimistisch in die Zukunft blicken: Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um trotz der Probleme mit dem Dieselantrieb 4,8 Prozent auf 98,7 Milliarden Euro. Der Gewinn unter dem Strich stieg auch dank eines Sonderertrags aus der US-Steuerreform von knapp 1 Milliarde Euro um über ein Viertel auf 8,7 Milliarden Euro. Allerdings trug die US-Steuerreform allein einen Betrag von rund 977 Millionen Euro zum Nettogewinn bei. Die Dividende je Stammaktie soll mit 4 Euro je Papier 50 Cent höher ausfallen als ein Jahr zuvor.

Für das laufende Jahr peilt BMW-Chef Harald Krüger ein weiteres Plus bei den Auslieferungen an. Einen detaillierteren Ausblick will das Unternehmen am 21. März vorlegen. Im vergangenen Jahr wuchsen die Auslieferungen inklusive der Marken Mini und Rolls Royce um 4,1 Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge. Mit 2,09 Millionen verkauften BMW verlor die Stammmarke jedoch Boden zum Premium-Rivalen Daimler, der rund 200.000 Autos der Marke Mercedes-Benz mehr verkaufte. Erfolgreich war die Marke mit dem weißblauen BMW-Logo vor allem mit den SUVs der X-Modellreihe, deren Auslieferungen um knapp ein Zehntel zulegten.

»Wir haben vergangenes Jahr rund eine Milliarde Euro mehr für Forschung und Entwicklung aufgewendet als 2016 - und trotzdem unser operatives Ergebnis steigern können«, sagt Finanzvorstand Nicolas Peter. Dieses Jahr will BMW auf die 6,1 Milliarden Euro aus dem Vorjahr noch einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für Forschung und Entwicklung drauflegen. »Im Jahr 2018 erwarten wir den vorläufigen Höchstwert unserer Quote für Forschungs- und Entwicklungsleistungen«, so Peter.

Mittlerweile sieht das Management wegen des stärkeren Gewichts von Finanzdienstleistungen ohnehin die Vorsteuermarge im Konzern als Richtschnur. Die Marge stieg hier um 0,5 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent. Beim Bau von Motorrädern und beim Vermitteln von Finanzierungs- und Versicherungsverträgen waren die Münchner profitabler als im Vorjahr.