Nissan/Renault Integration in Renault stand angeblich nie zur Debatte

Renault möchte bei der Besetzung des Managements von Nissan ein Wort mitreden - Nissan möchte dies nicht.
Der Machtkampf innerhalb der Allianz ist in vollem Gange.

Die französische Regierung habe ihm gegenüber nie den Wunsch geäußert, Nissan in Renault zu integrieren, so Hiroto Saikawa, CEO von Nissan.

Ob und wie sich die Macht- und Mehrheitsverhältnisse in der Allianz zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi ändern sollten, müssten die Aufsichtsräte von Nissan und Renault entscheiden. Laut japanischen Medien hätte die französische Regierung bereits Vorschläge gemacht, um die bestehenden Mehrheitsverhältnisse einzufrieren. Eine französische Delegation hätte Gespräche in Japan geführt. Es sei unter anderem um die Nachfolge Ghosns gegangen. Renault hat im Rahmen der Allianz das Recht, bei der Besetzung des Führungspersonals von Nissan mit zu entscheiden. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire sagte, dass er vor allem daran interessiert sei, die Allianz weiter zu stärken. Änderungen in der Struktur der Allianz seine nicht geplant.

Dass kürzlich auch Renault bekannt gegeben hatte, Ghosn als CEO zu entlassen, bewertete Hiroto Saikawa als positiv und einen wichtigen Schritt, um die nächste Stufe der Verhandlungen vorzubereiten.

Wie das »Journal du Dimanche« am Sonntag berichtete, hätte sich Carlos Ghosns Frau Carole in einem Brief an Präsident Emanuel Macron mit der Bitte gewendet, ihrem Mann zu helfen. Der französische Staat müsse dafür sorgen, dass alle seine Staatsangehörigen im Ausland einen fairen Prozess bekämen. Seine Frau und auch sein Sohn hatten schon früher die schlechten Haftbedingungen beklagt, unter denen Carlos Ghosn leide, sowqie den Ablauf des Verfahrens und der Befragungen, teilweise in japanischer Sprache, die Ghosn nicht versteht, und ohne Beisein seines Anwalts.