Fujitsu Semiconductor Europe High-End-Controller mit APIX2-Interface für Automotive-Applikationen

Der neue Grafik-SoC »Emerald-P« von Fujitsu Semiconductor Europe ermöglicht High-end-Grafik-Anwendungen im Automobil.
Der neue Grafik-SoC »Emerald-P« von Fujitsu Semiconductor Europe ermöglicht High-end-Grafik-Anwendungen im Automobil.

Mit dem neuen Grafik-SoC – das laut Unternehmensangabe das weltweit erste SoC ist, auf dem das APIX2-Interface integriert ist - adressiert Fujitsu Semiconductor Europe die nächste Generation von High-end Grafik-Anwendungen im Automobil.

»Emerald-P« ist nach AEC-Q100 qualifiziert und kombiniert einen ARM Cortex-A9-Prozessor-Core, eine programmierbare Shader-GPU (Graphics Processor Unit), den Fujitsu Image-Prozessor und das APIX2-Interface (Inova Semiconductor).

Mit den vier parallelen Video-Eingängen des »Emerald-P« lassen sich die verschiedensten kamerabasierten Automotive-Applikationen realisieren. Diese Technologie von Fujitsu ermöglicht standpunktabhängige 360-Grad-Rundumsicht-Systeme durch Überlagerung von vier Kamerabildern zu einer 3D-Ansicht.

Der Baustein ist der Nachfolger des ‘Emerald-L’ und soll im dritten Quartal dieses Jahres in Mustern verfügbar sein. Der neue Baustein läuft mit einer Taktfrequenz von 530 MHz (Emerald-L läuft mit 400 MHz) und ist für den Automotive-Temperaturbereich qualifiziert. »Emerald-P« unterstützt bis zu 1 GByte Arbeitsspeicher (DDR2-800 und DDR3-1066 SDRAM in x16- oder x32-Anordnung) sowie NAND-, NOR- und mNAND-Flahs-Speicher. Die 2D-Grafik-Engine erlaubt schnelle Rotation, Überblenden, Skalieren und wurde für die Darstellung von Cover-Flows, Text und Zeigernadeln entwickelt. Parallel hierzu unterstützt der Fujitsu-3D-Grafik-Core die auf der Shading-Language OpenGL ES 2.0 basierenden Operationen für die frei programmierbaren Vertex- und Fragment-Shader. Die konfigurierbare Architektur gewährleistet eine optimierte Leistung des 3D-Core und die 2D-Engine liefert parallel dazu automatisch 2D-Operationen. »Emerald-P« verfügt über drei unabhängige Display-Controller für unterschiedlichste Bildschirmauflösungen. Somit kann ein einziger »Emerald«-Baustein alle Anforderungen an moderne Dashboard-Displays erfüllen. Auch der hohe Datendurchsatz, den die schnellen Wiederholraten bei hoch auflösenden Displays erfordern, wird von der internen Emerald-Architektur unterstützt.

Einen weiteren Vorteil bietet das Multi-Layer-Konzept mit bis zu acht grafischen Layern für jeden Display-Controller. Damit ist ein sehr flexibles Grafik-Rendering der Anzeigedaten beim Wechsel von einem Anzeigeszenario zum anderen möglich. Die in der Automotive-Branche üblichen Standards und die Kommunikations-Protokolle CAN, MediaLB (Media Local Bus®) sowie Ethernet sind ebenfalls in der Hardware der ‘Emerald’-Familie implementiert.

Software-Unterstützung bietet CGI Studio, die Entwicklungsplattform von Fujitsu Semiconductor Embedded Solutions Austria (FEAT) für hybride 2D- und 3D-Grafik-Interfaces (HMI/GUI) in Automotive Dashboards und Infotainment-Systemen. Neben den ‘Candera’ 2D- und 3D-Engines verfügt das CGI Studio über eine komplette Toolbox für die Entwicklung von hybriden 2D- und 3D-Grafik-Interfaces.

Ein Software Board Support Package (BSP) wird für Linux verfügbar sein, Treiber-Software für weitere Embedded-Betriebssysteme ist derzeit in Entwicklung.