Powertrain kommt an die Börse Größter Umbau in der Continental-Geschichte

Dr. Elmar Degenhart, Continental: »In der kommenden Dekade und danach durchläuft die Automobilindustrie weltweit den größten und tiefgreifendsten Wandel ihrer über 130 Jahre alten Geschichte. Wir gehen diesen Wandel frühzeitig und vorausschauend an.«
Dr. Elmar Degenhart, Continental: »In der kommenden Dekade und danach durchläuft die Automobilindustrie weltweit den größten und tiefgreifendsten Wandel ihrer über 130 Jahre alten Geschichte. Wir gehen diesen Wandel frühzeitig und vorausschauend an.«

Um weiter schneller zu wachsen als die jeweiligen Märkte organisiert sich Continental in drei Unternehmensbereiche: Rubber, Automotive, Powertrain. Powertrain soll ab 2019 an die Börse gehen.

Der Beschluss sieht die Bildung einer Holding-Struktur der Continental AG unter der neuen Dachmarke »Continental Group« vor. Es handelt sich laut Continental um den größten organisatorischen Umbau der Unternehmensgeschichte, der monatelang vorberietet wurde.

Die Umstrukturierung soll insgesamt ab 2020 in Kraft treten.

Schneller will Continental mit Powertrain verfahren, weil sich das Geschäftsumfeld so rasch verändert: Powertrain soll bereits Anfang 2019 selbständig werden. Der Teilbörsengang ist voraussichtlich ab Mitte 2019 möglich. Die Leitung des neuen Powertrain-Unternehmens soll Andreas Wolf (57) übernehmen. Er ist derzeit verantwortlich für die Geschäftseinheit Body & Security in der Division Interior.

»In der kommenden Dekade und danach durchläuft die Automobilindustrie weltweit den größten und tiefgreifendsten Wandel ihrer über 130 Jahre alten Geschichte. Wir gehen diesen Wandel frühzeitig und vorausschauend an«, erklärt Dr. Elmar Degenhart, Continental-Vorstandsvorsitzender, der von einem »historischen Tag für Continental« spricht.

Zu den künftigen Aufgaben von Powertrain zählen wie bisher neben dem Geschäft mit Verbrennungsantrieben auch das komplette Zukunftsgeschäft mit Hybrid- und Elektroantrieben sowie alle laufenden Batterieaktivitäten. Dazu zählt zum Beispiel das vor kurzem angekündigte Gemeinschaftsunternehmen für 48-Volt-Batteriesysteme.

Gleichzeitig bereitet Continental für das neue Powertrain-Unternehmen einen Teilbörsengang vor, der ab Mitte 2019 stattfinden könnte. Continental beabsichtigt jedoch mittel- bis langfristig nicht, die Kontrolle über das Powertrain-Geschäft abzugeben.