Neue Strukturen für die Allianz Ghosn kämpft trotz Ausschluss weiter

Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender von Renault-Nissan-Mitsubishi, soll gegen japanische Finanzgesetze verstoßen haben.
Carlos Ghosn darf doch nicht am Board-Meeting von Nissan teilnehmen. Jetzt will sich die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz eine neue Struktur geben.

Das zuständige Gericht hat Carlos Ghosn verboten, am Board-Meeting von Nissan teilzunehmen. Jetzt will Ghosn in der Öffentlichkeit gegen Nissan kämpfen.

Seine Anwesenheit könne am für kommenden Donnerstag  angesetzten Meeting könne Druck auf die Manager von Nissan ausüben, befand der Tokyo District Court und lehnte deshalb den Antrag Ghosns ab, an zum Board-Meeting hinzuzustoßen. In dieser Sitzung wird wahrscheinlich beschlossen, Ghosn aus dem Gremium zu entlassen und Renault-Chairman Jean-Dominique Senard aufzunehmen. Dass Ghosn dort auftaucht, wäre wohl allen Beteiligten unangenehm gewesen.

Jetzt wird Ghson vermutlich eine Pressekonferenz abhalten, um dort seine Version der Geschichte vorzulegen und zu beweisen versuchen, dass er in allen Anklagepunkten unschuldig ist, wie er es bereits in einem Interview mit Nikkei Asian Review erläutert hatte. Aus seiner Sicht wurde er Opfer einer Verschwörung innerhalb von Nissan. Ob und wann sie stattfinden wird, ist noch nicht bekannt.

Neue Strukturen für die Allianz

Nissan, Renault und Mitsubishi Motors wollen am kommenden Donnerstag in einer Pressekonferenz erklären, wie sie sich die Reform ihrer Allianz vorstellen. Daran nehmen Hiroto Saikawa, CEO von Nissan, Osamu Masuko, Chairman von Mitsubishi Motors, sowie Jean-Dominique Senard und Thierry Bolloré, CEO von Renault, teil. Es soll ein neues Entscheidungsgremium gebildet werden, um zu verhindern, dass sich die Macht noch einmal in einer Person konzentrieren kann. Genau dies, dass er zu viel Macht innerhalb der Allianz und in seinen Funktionen als CEO von Nissan und Renault konzentriert habe, wirft Nissan Ghosn unter anderem vor.