Ex-Nissan-Chef Ghosn erneut angeklagt

Carlos Ghosn, früherer Verwaltungsratschef des Renault-Partners Nissan, während einer Pressekonferenz.
Nur Wochen nachdem er unter harten Auflagen auf Kaution entlassen wurde, musste Carlos Ghosn wieder in Haft. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft neue Anklagen.

Die japanische Staatsanwaltschaft hat eine weitere Anklage gegen den ehemaligen Nissan-Chef Carlos Ghosn erhoben.

Eine Zahlung Nissans in Höhe von 5 Mio. Dollar sei über ein Handelsunternehmen im Oman an eine libanesische Investmentfirma umgeleitet worden, hinter der Ghosn gestanden haben soll.

Im November vergangenen Jahres war Ghosn in Tokio wegen angeblichen Verstoßes gegen Börsenauflagen in Untersuchungshaft genommen worden. Zudem soll er private Investitionsverluste auf Nissan übertragen haben. Er wurde angeklagt und erst nach monatelanger Haft gegen Kaution entlassen. Knapp vier Wochen nach seiner Freilassung wurde er Anfang April erneut in Untersuchungshaft genommen.
Ghosn hatte 1999 den Einstieg des französischen Autoherstellers Renault bei Nissan gemanagt. In die bis dato beispiellose Auto-Allianz wurde dann auch Mitsubishi Motors eingebunden.