TRW Fußgängerschutz – die Zweite

Das Fußgängerschutzsystem von TRW erhöht die Sicherheit der Fußgänger im Straßenverkehr, indem es eine mögliche Kollision frühzeitig erkennt und die Motorhaube automatisch anhebt, um das Verletzungsrisiko für Fußgänger zu minimieren.
Das Fußgängerschutzsystem von TRW erhöht die Sicherheit der Fußgänger im Straßenverkehr, indem es eine mögliche Kollision frühzeitig erkennt und die Motorhaube automatisch anhebt, um das Verletzungsrisiko für Fußgänger zu minimieren.

TRW Automotive Holdings bringt die zweite Generation seines Fußgängerschutzsystems (Pedestrian Protection System – PPS) auf den Markt. Diese verfügt im Vergleich zur Vorgängergeneration laut Unternehmensangabe über mehr Sensoren, ist leistungsfähiger sowie robuster und nutzt eine Kombination von Beschleunigungs- und Drucksensoren zur verbesserten Erkennung einer Kollision mit einem Fußgänger.

TRW verwendet Satelliten-Drucksensoren, die in einem flexiblen Druckschlauch im vorderen Stoßfänger platziert sind. In Kombination mit den bis zu drei Satelliten-Beschleunigungssensoren kann das System einen möglichen Fußgängeraufprall erkennen und darüber hinaus lokalisieren, auf welcher Seite des Fahrzeugs sich der Fußgänger befindet. Ist eine Kollision unausweichlich, hebt das System automatisch die Motorhaube an, um das Verletzungsrisiko für den Fußgänger zu minimieren. Außerdem unterstützt TRW die Fahrzeughersteller mit diesem System darin, auch zukünftig 5-Sterne-Bewertungen im Euro NCAP-Rating zu erzielen, denn Fußgängerschutz entspricht dort 20 Prozent der Fahrzeuggesamtwertung. TRW geht davon aus, dass die neue PPS-Generation 2016 serienreif sein wird.

Für sein Fußgängerschutzsystem verwendet TRW entweder ein Steuergerät (ECU) oder integriert das System in ein bestehendes Airbag-Steuergerät. Bei einem bevorstehenden Unfall erkennt der Algorithmus, ob das Fahrzeug mit einer Person oder einem anderen Objekt kollidiert. Handelt es sich um einen Fußgänger, löst das System automatisch einen Mechanismus aus, der den hinteren Teil der Motorhaube pyrotechnisch anhebt. Dies schafft Deformationsraum und bewirkt, dass die Energie, die beim Auftreffen des Fußgängers auf die Motorhaube entsteht, langsam abgebaut wird. Damit wird gerade der Kopfbereich des aufprallenden Fußgängers besser geschützt – die häufigste und schwerwiegendste Verletzungs- und Todesursache. Die erste Generation seines Fußgängerschutzsystems hat TRW seit 2009 bei Porsche in Serie und ist ebenfalls bei Chrysler in der Serienproduktion.