Vom Auto über die letzte Meile Ford kauft Elektro-Roller-Firma Spin Scooter

Schnell, einfach und bequem die letzte Meile von Auto zu ziel in Städten und urbanen Regionen zurücklegen: Ford setzt dabei auf e-Roller, die in ein durchgängiges Mobilitätskonzept integriert werden.
Schnell, einfach und bequem die letzte Meile von Auto zu ziel in Städten und urbanen Regionen zurücklegen: Ford setzt dabei auf e-Roller, die in ein durchgängiges Mobilitätskonzept integriert werden.

Das Auto ist geparkt, das Ziel aber immer noch ein Stück Weges entfernt. Das Fahrrad nehmen? Ford setzt auf den Roller mit Elektromotor.

Deshalb hat Ford Smart Mobility jetzt das E-Roller-Unternehmen Spin Scooter gekauft. Der in San Francisco ansässige Start-up bietet die sogenannten Micro-Mobility-Systeme auf Basis der E-Roller bereits in 13 Städten und auf Universitätsgeländen in den USA an.

Einen E-Roller zu leihen kostet nur 1 Dollar Grundgebühr, 15 Cent berechnet Spin pro Minute. So können die Nutzer kurze Distanzen einfach und bequem zurücklegen, sie kennen keine Parkplatzprobleme und können Staus und andere Hindernisse elegant umfahren. Nach einer Untersuchung von Populus liegen die Hälfte aller in den USA zurückgelegter Fahrten bei einer Distanz von unter 3 Meilen.

»Gerade startet Spin Scooter seinen Service in Detroit und wir halten den Zeitpunkt für genau richtig, jetzt in dieses Konzept einzusteigen und dabei zu helfen, es über viele weitere Städte zu verbreiten«, sagt Sunny Madra, Vice Preisdent von Ford X.

Spin Scooter arbeite dabei eng und im Einvernehmen mit den Städten und Universitäten zusammen, um sichere und nachhaltige Mobilitätsdienste anbieten zu können. Spin teilt die Daten mit den Städten und erstellt zusammen mit den Städten und den Universitäten Ausbildungsprogramme und Regeln, um ein sicheres Gesamtkonzept für die Mobilität zu erarbeiten.

E-Roller ergänzen autonome Autos zum Mobilitätskonzept

Bereits 2021 will Ford selbstfahrende Autos in Stückzahlen auf den Markt bringen. Sie bilden aber nur einen Teil des gesamten Mobilitätskonzepts des Unternehmens. Deshalb hat Ford innerhalb der Division Ford Smart Mobility die Einheit Ford X gegründet, die auf der Suche nach interessanten neuen Mobilitätsideen ist und entsprechende Start-ups übernimmt, um sie auszubauen und in ihr eigenes Mobilitätsangebot zu integrieren. Ford arbeitet bereits mit der Purdue Univeristät (West Lafayette, Indiana) im Projekt Jelly Scooters zusammen, um an diesem Beispiel realitätsnah zu erforschen, wie sich E-Roller in ein Mobilitätskonzept einbauen lassen. Jetzt will Ford Smart Mobility mit der Übernahme des Anbieters von E-Scooter-Fahrdiensten noch einen Schritt weiter in Richtung Kommerzialisierung solcher Systeme gehen. Relativ schnell soll das Spin-System über 60 Städte in den USA ausgerollt werden.

Denn Ford geht davon aus, dass rund um die autonomen Autos umfangreiche Softwaresysteme und Service-Angebote entstehen müssen, die verschiedenen Fahrzeuge und unterschiedliche Arten von Fahrzeugen verbindet, um neue skalierbare Mobilitäts- und Transportsysteme aufbauen zu können, wie Sunny Madra erklärt: »Spin passt genau in unsere Strategie und unsere Vision, wie künftige urbanen Mobilitätssysteme aussehen sollten.«