Mercedes-Benz EQV im arktischen Härtetest

Der EQV verfügt über eine integrierte Schnellladefunktion, mit der er innerhalb von 45 Minuten von 10 auf rund 80 Prozent der maximalen Kapazität nachgeladen werden kann.
Der EQV verfügt über eine integrierte Schnellladefunktion, mit der er innerhalb von 45 Minuten von 10 auf rund 80 Prozent der maximalen Kapazität nachgeladen werden kann.

Mehrere Wochen Härtetest hat die erste batterieelektrische Großraumlimousine von Mercedes-Benz im schwedischen Arjeplog hinter sich.

Bei Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius, vereister Fahrbahn und tiefem Schnee musste der EQV 300 von Mercedes-Benz seine Einsatzfähigkeit unter Extrembedingungen beweisen. Damit hat das Fahrzeug einen seiner letzten Meilensteine auf dem Weg zur Markteinführung in der zweiten Jahreshälfte 2020 genommen.

Auf dem Prüfgelände nahe des Polarkreises durchliefen die Fahrzeuge eine Vielzahl aufwändiger Tests. Mehr als 30 Ingenieurinnen und Ingenieure, Elektronikfachleute und Mechaniker von Mercedes-Benz Vans erprobten unter anderem bei Fahrten auf zugefrorenen Seen mit spezieller Messtechnik die Auswirkungen extremer Kälte auf Handling, Ergonomie und Komfort. In Kältezellen überprüften sie das Startverhalten sowie die Kälteabsicherung der Antriebskomponenten, Software und Schnittstellen. Das Thermomanagement des gesamten Fahrzeugs wurde analysiert und optimiert.

Weiteres wichtiges Element der Tests: das Ladeverhalten. Der EQV verfügt über eine integrierte Schnellladefunktion, mit der er innerhalb von 45 Minuten von 10 auf rund 80 Prozent der maximalen Kapazität nachgeladen werden kann. Dies muss unabhängig von der Temperatur zuverlässig funktionieren.

Die Vorteile der Elektromobilität bei Kälte

Der Mercedes-Benz EQV bietet eine Reihe komfortabler Funktionen: Vom Wohnzimmer oder Büro aus können EQV-Fahrer über die Mercedes me App eine Abfahrtszeit eingeben und damit den Innenraum auf die gewünschte Temperatur vorheizen sowie Schnee oder Eis auf den Scheiben zum Schmelzen bringen. Ist der EQV an einer Ladesäule angeschlossen, geht der dafür verwendete Strom nicht zu Lasten der Reichweite, da er dem Netz und nicht der Antriebsbatterie entnommen wird.

Bei den Versuchsfahrten bewies der EQV zudem, dass die tiefe und zentrale Anordnung der Lithium-Ionen-Batterie im Unterboden gerade unter winterlichen Bedingungen positive Auswirkungen auf das Fahrverhalten hat.