KIT-Chef Elektromobilität alleine greift zu kurz

Holger Hanselka, Präsident des KIT: »In Europa, in den USA und anderen Weltregionen ist der Trend zur E-Mobilität nicht in dieser ausgeprägten Form zu beobachten wie in Asien.«
Holger Hanselka, Präsident des KIT: »In Europa, in den USA und anderen Weltregionen ist der Trend zur E-Mobilität nicht in dieser ausgeprägten Form zu beobachten wie in Asien.«

»Wir müssen in einem breiteren Ansatz denken und viele Mobilitätsformen einbeziehen«, sagt Holger Hanselka, Präsident des KIT.

»Die Elektromobilität hat ohne Zweifel großes Potenzial, sie ist ein Baustein in der Mobilität der Zukunft«, sagte der Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) den Stuttgarter Nachrichten. Für Megastädte mit 40 oder 50 Millionen Einwohnern in Asien sei E-Mobilität zwar das Konzept der Zukunft. »In Europa, in den USA und anderen Weltregionen ist ein solcher Trend dagegen nicht in dieser ausgeprägten Form zu beobachten.«

Eine Ergänzung zur Batteriemobilität sei etwa die Brennstoffzelle. »Wir haben sie etwas zur Seite geschoben, obwohl wir auch sie noch benötigen werden«, sagte Hanselka. »In den Fokus rücken zunehmend auch Treibstoffe für den Verbrennungsmotor, die aussehen wie Benzin oder Diesel, aber aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt werden.«