3. VDI-Fachkongress Elektromobilität 2011 Elektro-Pkw nicht besser als konventionelle Pkws

Das ist ein Ergebnis, das die vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg durchgeführte Ökobilanz hervorbrachte: Ein Elektro-Pkw der Kompaktklasse weist bei heutigem Kraftwerkspark in etwa gleich hohe Treibhausgasemissionen auf wie ein konventioneller Pkw.

Verantwortlich ist laut Udo Lambrecht, Wissenschaftlicher Vorstand, Fachbereichsleiter „Verkehr und Umwelt“ am Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg, der Aufwand zur Batterieherstellung. Er führt seiner Aussage dazu, dass die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung der Elektro-Pkws höher sind als bei konventionellen Pkws. „Trotz der prinzipiell besseren energetischen Effizienz können diese Emissionen beim durchschnittlichen Kraftwerkmix erst bei hohen Fahrleistungen und besonders bei Einsatz von erneuerbarem Strom kompensiert werden“, so Lambrecht. Unstrittig blieben aber die lokalen emissionsseitigen Umweltvorteile gegenüber Otto- und Diesel-Autos.

Die Ökobilanzergebnisse zeigten aber auch, dass Elektro-Pkws zu einer erhöhten Versauerung und Eutrophierung (Überdüngung) beitragen können, wenn hohe Umweltauswirkungen mit der Batterieherstellung verbunden sind und der Fahrstrom nicht aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Lambrecht: „Denn auch bei den konventionellen Fahrzeugen wurden in den letzten Jahren wesentliche Verbesserungen bei den Emissionen erzielt.“

Die ökologische Bewertung zukünftiger batterieelektrischer Fahrzeuge ist seiner Überzeugung nach von vielen Faktoren abhängig, angefangen von den Entwicklungen bei der eigentlichen Batterietechnologie, sei es Energiedichte oder Haltbarkeit, über die eingesetzten Materialien, bis hin zur Nutzung der Fahrzeuge und die verwendeten Batteriegrößen.