Texas Instruments Die Licht-Macher

Personalisiertes Zonenlicht

»Um eine effiziente Zonenbeleuchtung zu erreichen, müssen mehrere LED angesteuert werden, damit der Strahl gezielt auf eine bestimmte Position im Fahrzeug gerichtet werden kann«, so Vemuri weiter. Laut seiner Aussage denken hier manche OEMs an bis zu 90 LEDs, um diese Funktion zu realisieren. »TI hat für diese Anwendung schon diverse Bausteine auf dem Markt. Mit dem TIDA-020012 steht auch ein Referenz-Design für diesen Anwendungsfall zur Verfügung, das bis zu 30 LEDs direkt oder 150 LEDs über Multiplexing ansteuern kann«, erklärt Vemuri. Das Referenz-Design basiert auf dem LMR33630-Q1 und dem TLC6C5724-Q1. Der LMR33630-Q1 ist ein synchroner 3-A-Abwärtsregler, mit dem sich laut Vemuri der Wirkungsgrad verbessern lässt und gleichzeitig hervorragende EMV-Eigenschaften realisieren lassen.

Bei dem TLC6C5724-Q1 wiederum handelt es sich um einen RGB-LED-Treiber mit einem maximalen Ausgangsstrom von 50 mA pro Kanal und 24 unabhängig steuerbaren Kanälen. »Das ist industrieweit die höchste Anzahl von Kanälen, die ein LED-Treiber ansteuern kann«, betont Vemuri. Auf dem Board sitzt außerdem noch ein LDO (TPS7B82-Q1) für den Betrieb bei Kaltstart oder Startstopp-Bedingungen. Er zeichnet sich laut Vemuri durch einen extrem niedrigen Ruhestrom von lediglich 2,7 µA bei leichter Last aus.

Kleinere Komfortleuchten

»Der nächste Anwendungsfall sind kleinere Leuchten oder Komfortlampen. Dies sind Leuchten, die sich außerhalb des Fahrzeugs befinden, um eine Umfeldbeleuchtung zu realisieren und damit den Komfort zu erhöhen«, so Vemuri. Ein Beispiel: Eine Leuchte, mit der der Autofahrer beispielsweise eine Pfütze sieht, so dass er beim Aussteigen nicht hineintritt. »Jetzt gibt es aber noch zusätzliche Anwendungsfälle wie statische und dynamische Symbolprojektionen«, erklärt Vemuri weiter. Auch für diesen Anwendungsfall bietet TI diverse Bausteine an. Beispielsweise eignet sich der TPS92613-Q1 für eine statische Symbolprojektion. Dabei handelt es sich um einen monolithischen Baustein mit 40 V aus der TPS9261x-LED-Treiberfamilie von TI. Vemuri: »Beim TPS92613-Q1 handelt sich um den ersten Automotive-Treiber mit einem Kanal. Ziel der Entwicklung beim TPS92613-Q1 war, einen Baustein zu realisieren, der einfach und zuverlässig ist, denn eine diskrete Implementierungen braucht zu viel Leiterplattenplatz und ist auch hinsichtlich der Fertigung und dem Test deutlich aufwendiger. Vemuri: »Für eine dynamische Projektion eignet sich in diesem Bereich aber ebenfalls unsere DLP-Technik.«

Transparente Displays im Seiten- oder Rückfenster

»In China gibt es heute schon Fahrzeuge, die Werbung im Rückfenster anzeigen«, fährt Vemuri fort. Mittlerweile würde diese Art der Anzeige aber auch zunehmend von Fahrdiensten genutzt, um beispielsweise den Kunden mit Namen willkommen zu heißen. »Auch in diesem Fall bietet sich die DLP-Technik an«, so die Überzeugung von Vemuri. Dafür hat TI ebenfalls zwei neue Komponenten auf den Markt gebracht: den DLP3034-Q1 und den DLP5534-Q1, beide Automotive-qualifiziert. Der DLP3034-Q1 ist ein Automotive-DMD (Digital Mirror Device mit einer 0,3 Zoll großen Diagonale), der mit 405-nm-Lichtquellen (z.B. LEDs oder Laser) in einem optischen Projektionssystem gekoppelt werden kann, um Inhalte auf Fenster zu projizieren, in die emittierende Phosphorfilme eingebettet sind. Wenn diese transparenten Schichten mit 405-nm-Licht von einem DLP3034-Q1-Projektor angeregt werden, wird das Fenster zu einem Display, das Licht im sichtbaren Bereich emittiert.

Darüber hinaus ermöglicht der DLP3034-Q1 optische Hochleistungssysteme mit einem großen Dynamikbereich und schnellen Schaltgeschwindigkeiten, die nicht temperaturabhängig sind. Der DLP5534-Q1 ist ebenfalls ein Automotive-DMD ebenfalls für Lichtquellen mit 405 nm, der eine Diagonale von 0,55 Zoll aufweist. »Im Vergleich zum DLP3034-Q1-Chipsatz kommt der DLP5534-Q1 auf eine dreimal so hohe Helligkeit«, erklärt Vemuri abschließend.