Ab 2020 Daimler greift Tesla mit EQC in den USA an

Der neue Mercedes-Benz EQC feiert auf der CES 2019 in Las Vegas seine US-Premiere.
Der neue Mercedes-Benz EQC feiert auf der CES 2019 in Las Vegas seine US-Premiere.

Auf der CES zeigt Daimler, wie das Unternehmen mit dem EQC Tesla in den USA angreifen will.

Allerding müssen die Kunden in den USA noch bis 2020 warten. Erst dann werden sie den  EQC von Mercedes-Benz kaufen können. »Der EQC ist der Mercedes-Benz unter den Elektrofahrzeugen. Bald haben wir noch einige mehr – bis 2022 streben wir mehr als zehn reine Elektro-PKW an«, sagte Entwicklungschef Ola Källenius in Las Vegas. »Wir decken das gesamte Portfolio ab: vom Smart bis zum großen SUV. Die Zukunft ist definitiv elektrisch.« Im EQC sitzen zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse mit zusammen 300 kW Leistung. Er könne laut Mercedes-Benz eine elektrische Reichweite von über 450 km erreichen.

Die Produktion des EQC wird in diesem Jahr im Mercedes-Benz-Werk in Bremen starten. »Die Vorbereitungen dafür laufen bereits auf Hochtouren«, so Källenius. Parallel bereite sich auch das deutsch-chinesische Produktions-Joint Venture Beijing Benz Automotive (BBAC) auf den Produktionsstart vor. Der neue EQC werde als rein elektrisches Fahrzeug in die laufende Serienfertigung integriert. Mitte 2019 soll der EQC zuerst in Deutschland auf die Straße kommen, danach in China.

Premiere des CLA

Daimler nutzte die CES auch als Bühne für die weltweite Premiere der zweiten Generation der Kompaktlimousine CLA. Das viertürige Coupé soll im Mai in den Handel kommen. In dem CLA setzt Mercedes vor allem Akzente mit dem runderneuerten Bediensystem MBUX, bei dem die Erkennung von Sprachbefehlen und Handgesten verbessert wurde. »Jetzt zünden wir die nächste Stufe mit dem intelligenten Interieur-Assistenten auch in der Kompaktklasse. Durch das Erkennen von Bewegungen erleichtert er die natürliche Bedienung«, sagte Källenius, der in diesem Jahr die Konzernführung von Dieter Zetsche übernimmt.