Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik Crashanlage für komplette Fahrzeuge

Was passiert, wenn ein neues Fahrzeug-Modell in einen Unfall verwickelt wird? Sind die leichteren Autos sicher? Diese und andere Fragen versuchen die Fraunhofer-Forscher in ihrer Gesamtfahrzeug-Crashanlage zu beantworten, in der Tests mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h an Fahrzeugen mit bis zu 3 t Gewicht durchgeführt werden können.

„Wir haben mit der neuen Crashanlage einen sehr flexiblen Prüfstand geschaffen, der höchsten Anforderungen genügt. Jetzt können wir nicht nur Bauteile, sondern auch Gesamtfahrzeuge testen. Damit bieten wir der Automobilindustrie ein umfassendes Konzept für die Entwicklung von sicheren Autos“, erklärt Professor Klaus Thoma, Leiter des Fraunhofer EMI.

Crashtests sind trotz Computer-Simulationen nach wie vor die zuverlässigste Methode, um PKWs auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Sieben Hochgeschwindigkeits-Videokameras zeichnen den Versuch auf, damit die Forscher ihn anschließend in 3D-Filmen auswerten können. Um schattenfreie Bilder zu bekommen, beleuchten Strahler mit einer Leistung von 90000 W den Versuch. Software-Tools helfen den Wissenschaftlern dabei, die Daten mittels numerischer Simulation aufzubereiten, damit die im Experiment erlangten Erkenntnisse für weitere virtuelle Szenarien am Computer zur Verfügung stehen.