Coronavirus Conti nimmt Ausblick 2020 zurück

Continental gibt bekannt, dass weltweit mehr als 40 Prozent der Produktionsstandorte vorübergehend stillstehen. Aufgrund der Unsicherheit wird der Ausblick für das Geschäftsjahr 2020 zurückgenommen.

In der Meldung von Continental heißt es außerdem, dass aufgrund der starken Dynamik der durch die Pandemie hervorgerufenen Entwicklung es derzeit nicht möglich ist, abzuschätzen, wann ein neuer Ausblick gegeben werden kann.

Das Unternehmen ergreift derzeit zahlreiche Maßnahmen, um die Kosten anzupassen und den Liquiditätsbedarf zu reduzieren. Dazu gehören Maßnahmen zur Anpassung von Arbeitszeit sowie Lohn- und Gehaltskosten. So sind in Deutschland per 1. April 2020 etwa 30.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit angemeldet und damit rund die Hälfte der hiesigen Belegschaft. Darüber hinaus führt Continental Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Optimierung des Betriebskapitals (Working Capital) durch und verschiebt Investitionen. Diese und andere Maßnahmen werden je nach Bedarf angepasst.

Die beschriebene Situation hat bereits Auswirkungen auf die im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2020 erwarteten finanziellen Ergebnisse. Auf Basis jüngster vorläufiger Kennzahlen erwartet Continental für das erste Quartal einen konsolidierten Umsatz von rund 9,4 bis 9,8 Mrd. Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 2 bis 3 Prozent. Für die Automotive-Divisionen wird ein Umsatz von rund 5,7 bis 5,9 Mrd. Euro sowie eine bereinigte EBIT-Marge von rund 0 Prozent erwartet. Für die Rubber-Divisionen wird ein Umsatz von 3,7 bis 3,9 Mrd. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 7 bis 8 Prozent erwartet.

Das Unternehmen verfügte per 29. Februar 2020 über flüssige Mittel in Höhe von rund 2,3 Mrd. Euro und zugesagte ungenutzte Kreditlinien von rund 4,6 Mrd. Euro.