Automatisierte Fahren in der Stadt Bosch und Daimler setzen auf Nvidia

Blick in die Zukunft: Um das automatisierte und später autonome Fahren umsetzen zu können, setzen Daimler und Bosch auf die KI-Plattform von Nvidia.
Selbstfahrende Autos, die sich jederzeit rufen lassen, würden dem Mitfahrer nur 17 Cent pro Meile kosten, ist Nvidia überzeugt. Zusammen mit Bosch und Daimler will das Unternehmen voll autonom fahrende Autos entwickeln.

Bosch und Daimler haben die erforderliche Rechenpower für ihr Fahrsystem definiert und Nvidia als Partner für die KI-Plattform ausgewählt.

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein wichtiger Baustein für den aus mehreren Einzelsteuergeräten bestehenden Steuergeräteverbund für vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge. Zum Lieferumfang von Nvidia gehört neben der DRIVE-Pegasus-Plattform mit leistungsfähigen KI-Prozessoren auch Betriebssoftware.

Nvidia ist überzeugt, dass dies auch für die Anwender finanziell sehr interessant wäre. Ein fahrerloses Auto zu nutzen, dass sich jederzeit rufen lässt, würde nur mehr 17 Cent pro Meile kosten. Für die Hersteller entstünde ein Markt, den KPMG 2030 auf 1000 Mrd. Dollar schätzt. Laut IHS Markit wird die Mibility-as-a-Service-Industrie 2014 mehr als 10 Mio. Autos  kaufen, 2017 waren es 300.000.

Auf der Pegasus-Plattform laufen die von Bosch und Daimler mit maschinellen Lernverfahren erzeugten Algorithmen für die Fahrzeugbewegung. Insgesamt erreicht der Steuergeräteverbund eine Rechenkapazität von Hunderten Billionen Rechenoperationen in der Sekunde. Das entspricht so viel wie mindestens sechs zusammengeschaltete, hochmoderne Computer-Arbeitsplätze leisten. Ziel ist es, Level 4 und Level 5 – die beiden obersten Ebenen – im autonomen Fahren umzusetzen.

Das ist erforderlich, um die Fahrzeuge in die Lage zu versetzen, sich selbstständig im urbanen Verkehr bewegen und die Daten einer Vielzahl  verschiedener Umfeldsensoren auswerten zu können. Allein eine Videokamera im Auto generiert laut Bosch einen Datenberg von 100 GB pro Kilometer. Dazu kommen im voll autonom fahrenden Auto weitere Kameras, Lidar, Radar und viele weitere Sensoren, die unablässig Daten liefern.

Den KI Supercomputer DRIVE Pegasus hat Nvidea speziell für den Einsatz im autonomen Fahren entwickelt. Er erreicht mit zwei Nvidea Xavier SoCs 320 TFLOPS – damit bietet er die Leitung von sechs herkömmlichen Workstations im Format eines Nummernschildes. Für 1 TFLOPS benötigt er eine Leistung von 1 W. Der Pegasus entspricht ASIL-D (ISO266262), der höchsten Stufe der funktionalen Sicherheit.

Nvidia wird ihr Wissen im KI-Umfeld und der Plattformen für selbstfahrende Autos einbringen.  Bosch steuert als die weltweite Nummer 1 unter den Automotive-Zulieferern ihre Hardware- und Systemexpertise ein, Daimler die Erfahrung für den Bau sicherer Endsysteme hoher Qualität.