Anlage zur Produktion von Bioethanol geht in Betrieb Biokraftstoff aus Niederbayern

Im niederbayerischen Straubing geht heute Deutschlands bisher größte Anlage zur Produktion des Alternativkraftstoffs Bioethanol in Betrieb. Das Werk produziert aus Pflanzenabfällen Treibstoff.

In dem Werk, das mit 16 Mio. Euro Investitionssumme gebaut wurde, sollen Weizen- und Maisstroh aus der niederbayerischen "Kornkammer" in einen klimafreundlichen Alternativkraftstoff der neuesten Generation verwandelt werden. So sollen künftig in Straubing jährlich etwa 1000 t pflanzlicher Rohstoffe von Landwirten aus der Region in die gleiche Menge Bioethanol verwandelt werden. Etwa 20 Arbeitsplätze sind in der neuen biotechnischen Produktionsanlage entstanden. Mögliche Abnehmer für den dort produzierten Biokraftstoff sind beispielsweise Tankstellen oder Unternehmen der Chemischen Industrie.

Das neue Bioethanol-Werk ist darüber hinaus aber auch ein Forschungszentrum. Mit einem Gesamtbudget von rund 12 Mio. Euro, die zum Großteil der Freistaat und das Bundesforschungsministerium bereitstellen, soll der neue Biokraftstoff weiter verbessert werden.

Der Vorteil der neuen Straubinger Bioethanol-Anlage: Sie braucht keine wertvollen Lebensmittelpflanzen als Energielieferant. Denn in Straubing wird künftig mithilfe modernster Biotechnologie ein Alternativkraftstoff produziert, der sich auf die Verwendung von Agrarabfällen wie Weizen- oder Maisstroh beschränkt. Mais oder Getreidekörner werden nicht gebraucht. Darüber hinaus ist der Kraftstoff auf Pflanzenbasis CO2-neutral. Denn die verwendeten Pflanzen entziehen während ihres Wachstums der Atmosphäre in etwa die Menge C02, die später beim Verbrennen des Bioethanols im Motor wieder freisetzt wird.

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Produktionsanlage für Bioethanol

Im niederbayerischen Straubing geht Deutschlands größte Anlage zur Produktion des Alternativkraftstoffs Bioethanol in Betrieb.