Batteriematerialien BASF verspricht sich vom Batteriemarkt einiges an Wachstum

BASF hat durch Akquisitionen sowie Beteiligungen seine Technologien und seinen globalen Marktzugang zu Batteriematerialien verbessert. Darüber hinaus wurden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ausgebaut. Und auch für die nächsten Jahre sollen noch zig Mio. Euro in diesen Bereich fließen.

BASF erwartet sich vom globalen Batteriemarkt große Wachstumsmöglichkeiten für das Unternehmen. So erklärt Ralf Meixner, Senior Vice President Battery Materials bei BASF: „Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2020 das globale Marktpotential allein für Batterien für Elektromobilität bei 20 Mrd. Euro liegen könnte.“ Das Umsatzpotential für BASF schätzt er dabei auf etwa 500 Mio. Euro. „Wir möchten in einem dynamischen Markt, als lösungsorientierter Systemanbieter bei Materialien für Batterien, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden weltweit unterstützen. Die Produkte richten sich an Zell- und Batteriehersteller. Dafür wird BASF auch weiterhin in eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Produktionsanlagen, Kooperationen sowie Akquisitionen und Beteiligungen investieren“. Geplant ist von 2011 bis 2016 ein Betrag, der insgesamt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen wird.

Bislang hat das Unternehmen die US-Unternehmen Ovonic Battery Company und Novolyte Technologies sowie das Elektrolytgeschäft von Merck übernommen. Darüber hinaus hat BASF eine Lizenzvereinbarung zum Erwerb der Lithiumeisenphosphat-Technologie (LFP) mit LiFePO4+C Licensing unterzeichnet und sich an Sion Power beteiligt.

Daneben kooperieren die BASF-Forscher mit zahlreichen nationalen und internationalen Universitäten und Forschungsinstituten sowie Partnern aus der Industrie. Ein Beispiel ist die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Innovations-Allianz HE-Lion (High Energy Lithium Ion Battery), unter Leitung der BASF.

Zusätzlich betreiben die BASF-Forscher mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein gemeinsames Labor für die Entwicklung neuer Batteriematerialien. Innerhalb von fünf Jahren wollen beide Partner etwa 12 Mio. Euro investieren.

BASF ist auch Gründungs- und Vorstandsmitglied des „Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen Batterie“ (KLiB) in Ulm. Das KLiB ist eine Vereinigung deutscher Firmen und anwendungsnaher Forschungsinstitute entlang der Wertschöpfungskette der Lithium-Ionen-Batterie. Ziel ist es, die Kompetenzen aus der Industrie, der Wissenschaft und dem Handwerk zu bündeln, um den Hightech- und Produktionsstandort Deutschland zu stärken.

Neben Materialien für Lithium-Ionen-Batterien forscht BASF auch an zukünftigen Batterie-Konzepten wie Lithium-Schwefel oder Lithium-Luft. Auch hier arbeitet die BASF mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen.

Ein weiterer Meilenstein ist die erste BASF-Produktionsanlage für Kathodenmaterialien in Elyria/USA, die Ende des Jahres in Betrieb gehen wird. Die Anlage mit einem Investitionsvolumen von mehr als 50 Mio. Dollar wird Kunden in den USA beliefern

Drüber hinaus hat BASF zusammen mit Volkswagen im Mai den internationalen „Wissenschaftspreis Elektrochemie“ ausgelobt. Der Wissenschaftspreis soll herausragende natur- und ingenieurwissenschaftliche Leistungen unterstützen und Impulse für die Entwicklung von leistungsfähigen Energiespeichern geben. Er wird von nun an jährlich ausgeschrieben und richtet sich weltweit an Wissenschaftler aus der akademischen Forschung. Er ist mit einem Preisgeld von 50.000 Euro dotiert. Kandidaten für den Wissenschaftspreis können sich bis zum 3. August 2012 auf der Internet-Plattform www.science-award.com bewerben. Die Preisverleihung wird im Oktober stattfinden.