Entwicklungspartnerschaft will Ausweitung AUTOSAR auch für nicht-automotive Bereiche

Die AUTOSAR-Entwicklungspartnerschaft (AUTomotive Open System ARchitecture) hat beschlossen, dass die AUTOSAR-Mitglieder künftig den Standard auch in nicht-automotive Bereichen einsetzen dürfen - allerdings auch weiterhin mit eindeutigen Einschränkungen.

Die Zusatzvereinbarung zum Entwicklungsvertrag, welche die Nutzung von AUTOSAR für so genannte abgeleitete Anwendungen erlaubt, wurde von den Core Partnern bereits unterzeichnet. Voraussetzung ist, dass sich die Applikation von einer kommerziell erhältlichen und bereits im Einsatz bewährten Automotive-Anwendung ableitet. Nach Zustimmung aller AUTOSAR-Mitglieder werden abgeleitete Anwendungen in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise Schienenverkehr, Landwirtschafts- und Forstmaschinen, Baumaschinen, Kompressoren, Pumpen sowie Stromerzeugungsaggregaten und in der Marine, einschließlich militärischer Transportschiffe, Verwendung finden. Ausgeschlossen ist der Einsatz von abgeleiteten Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Atomenergie, chemischen sowie biologischen Reaktoren und in den Bereichen von Petrochemie sowie Militär und allgemein in hochriskanten Anwendungsfällen.

Zahlreiche Core Partner und weitere Mitglieder von AUTOSAR entwickeln ihre Technologien für andere Bereiche neben der Automobilindustrie. Bisher beschränkte der AUTOSAR-Vertrag die Lizenz für kommerzielle Nutzung strengstens auf Automotive-Applikationen. Nun könnten beispielsweise für die Automobilbranche entwickelte Steuergeräte (ECUs) einfach für andere industrielle Bereiche adaptiert werden. Diese beachtliche Ausweitung des Anwendungsbereichs wird neue Märkte für AUTOSAR-Produkte öffnen.