ÖkoGlobe 2012 Autobauer sahnen ab

Sieben Autobauer sowie zwei Mobilitätsdienstleister und drei Zulieferunternehmen wurden für ihre Innovationen zur nachhaltigen Mobilität mit dem ÖkoGlobe 2012 ausgezeichnet.

Der ÖkoGlobe ist der erste internationale Umweltpreis für die Mobilitätsindustrie und wird durch die DEVK Versicherungen, den TÜV Rheinland, den Aktionskünstler HA Schult in Zusammenarbeit mit dem ÖkoGlobe-Institut der Universität Duisburg-Essen verliehen. Initiiert wurde der ÖkoGlobe 2007 vom Aktionskünstler HA Schult.

Über 110 Vorschläge gingen in den verschiedenen Kategorien ein. Beherrschende Themen waren Elektromobilität und Hybridfahrzeuge, Weiterentwicklungen bei Verbrennungsmotoren und im Leichtbau.

Ausgezeichnet wurden in diesem Jahr BMW, Daimler, Ford, Renault, Toyota, Volkswagen, Volvo sowie der norwegische Aluminium-Hersteller Hydro und die Automobilzulieferer Johnson Controls und Continental.

Erstmals wurde in diesem Jahr ein ÖkoGlobe für junge Unternehmen verliehen. Dieser Start-Up-Preis ging an das im Jahr 2009 gegründete Berliner Jungunternehmen Urban-e. Das Unternehmen wurde für sein Elektro-Lastendrad iBullit, das mit eigener Photovoltaik-
Anlage durch Solarenergie gespeist werden kann, ausgezeichnet.

Wofür wurden die einzelnen Preisträger ausgezeichnet?

  • Renault hat das breiteste Angebot an Elektrofahrzeugen in Europa. Die Jury hat dieses Engagement von Renault zum Umstieg in neue Antriebe mit der Auszeichnung durch einen ÖkoGlobe gewürdigt.
  • ÖkoGlobes gingen auch an Toyota für seinen Prius-Plug-in und Volvo für den Volvo V60 Plug-in-Hybrid. Beide Autobauer haben nahezu zeitgleich die wichtige Zwischenschritt-Technologie der Plug-In Hybride in den Markt gebracht. Die rein elektrische Reichweite des Toyota Prius-Plug-in beträgt 25 km. Beim Volvo ist die elektrische Reichweite auf 50 km ausgelegt.
  • Daimler hat den ÖkoGlobe in der Kategorie Konzeptfahrzeug erhalten. In dieser Kategorie ging es darum, Technologien darzustellen, die in 20 und mehr Jahren in die Serien gehen können. Ausgezeichnet wurde konkret das Forschungsfahrzeug F 125! von Daimler. Es demonstriert, wie in Zukunft emissionsfreies Fahren mit einem Brennstoffzellenfahrzeug nachhaltig und komfortabel umgesetzt werden kann.
  • Ford hat den ÖkoGlobe für nachhaltige Antriebe erhalten. Der neue 1,0 Liter Ecoboost-Dreizylinder-Motor hat bereits eine ganze Reihe von Auszeichnungen erhalten. Zusammen mit dem serienmäßig verbauten Start-Stopp-System erreicht der Ecoboost im Ford Focus einen kombinierten Verbrauch von 4,8 l/100 km bei 109 g CO2 pro Kilometer (74 kW-Variante). Somit erzielt er im Kompakt-Segment Verbrauchs- und Emissions-Bestwerte und unterbietet vergleichbare konventionelle Benziner mit 1,6 Liter Hubraum um bis zu 20 Prozent.
  • DriveNow erhielt den ÖkoGlobe für sein CarSharing-System DriveNow, das bereits in Großstädten wie München und Berlin eingesetzt wird. Das CarSharing-Konzept ist stationsunabhängig und bietet daher hohen Komfort für die Nutzer. Fahrzeuge lassen sich spontan anmieten und abstellen. Feste Annahme- und Rückgabestationen werden nicht benötigt. Kunden können verfügbare Fahrzeuge im Internet, über eine Smartphone App oder einfach auf der Straße lokalisieren und anmieten. Das System ist „keyless“: Die DriveNow Fahrzeuge werden mit einem Chip auf dem Führerschein geöffnet/verschlossen und per Startknopf gestartet.
  • VW und Deutsche Post erhielten den ÖkoGlobe für das Forschungsfahrzeug eT! Das vom VW-Konzern und der Deutschen Post entwickelte Elektroauto eT! ist auf die Bedürfnisse des Stadtzustellverkehrs und die Optimierung der Abläufe eines Zustellers zugeschnitten. Das Fahrzeug ist wendig, platzsparend und kann dem Zusteller von Tür zu Tür folgen.
  • Continental wurde für die Entwicklung und Produktion des Bremsrekuperationssystems MK 100 ESC Hybrid mit dem ÖkoGlobe ausgezeichnet. Wichtiges Kriterium beim MK 100 ESC Hybrid ist seine Massenmarkttauglichkeit.
  • Mit dem ÖkoGlobe wurden der norwegische Aluminium-Spezialist Hydro und der US-Zulieferer und Innenraumspezialist Johnson Controls ausgezeichnet. Hydro hat einen Weg gefunden, das Bruchdehnungsverhalten von Aluminium zu verbessern. JohnsonControls wurde für die Entwicklung eines neuen Sitzkonzepts, den ComfortThin-Sitz ausgezeichnet. Das neue Sitzkonzept zeichnet sich dank seiner 100 Prozent recyclingfähigen Taschenfederkerntechnologie um ein bis zu 20 Prozent geringeres Gewicht gegenüber einem Sitz aus herkömmlichen Schaumpolstern aus.