Elektromobilität Aufbau der Stromtankstellen kommt voran

Eine neue Umfrage des BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) unter seinen Mitgliedern zeigt, dass der Infrastrukturaufbau für Elektrofahrzeuge weiter gut voranschreitet: Statistisch kommt derzeit ein öffentlicher Ladepunkt auf etwa zwei Elektrofahrzeuge.

Sämtliche Ballungsgebiete und größere Städte sind laut BDEW-Umfrage bereits mit Stromtankstellen ausgestattet. Für 5960 zugelassene Elektrofahrzeuge standen zur Jahresmitte 2012 in 491 Städten und Gemeinden insgesamt knapp 2.821 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. "Diese Zahlen zeigen aber auch: Unsere Unternehmen sind erheblich in Vorleistung gegangen, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Die Unternehmen können dies aber nur bis zu einem bestimmten Punkt weiterführen. Jetzt geht es darum, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Ausbau zu verstetigen und wirtschaftlich tragbar für die Unternehmen zu gestalten", erklärt Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft.
Gerade hinsichtlich Effizienzsteigerungen und der Verbesserung des wirtschaftlichen Infrastrukturausbaus setze die Energiewirtschaft große Erwartungen in die Schaufenster-Projekte Elektromobilität: Sie böten die Chance, das "System Elektromobilität" zu erproben und sichtbar zu machen. Vielfach stehe aber gerade für Kleinere und Mittlere Unternehmen der bürokratische Aufwand nicht im Verhältnis zum Nutzen: Die Antragsverfahren erforderten einen immensen Aufwand, der nicht selten den Vorteil der staatlichen Förderung zunichtemache. "Der BDEW schlägt deshalb vor, die Verfahren vor allem im Interesse der mittelständischen Unternehmen zu vereinfachen. Bei der Elektromobilität handelt es sich um ein Zukunftsprojekt, das nicht im Keim erstickt werden darf", so Müller.