Neues Förderprojekt mit Partnern aus Industrie und Forschung Audi erforscht Fertigung von elektrischen Energiespeichern

Audi startet mit Partnern das Forschungsprojekt eProduction. Sein Ziel besteht darin, Kompetenz bei der Montage von Traktionsbatterien und ein Serien-Produktionskonzept für die Energiespeicher von Elektroautos zu schaffen. Das Projekt läuft über drei Jahre und wird vom BMBF gefördert.

Für die Leistung und Lebensdauer einer Traktionsbatterie spielt die Anordnung der Zellen eine ähnlich große Rolle wie die Klimatisierung, die mit Luft oder Kühlflüssigkeit erfolgen kann. Komponenten wie die Hochvolt- und Serviceanschlüsse, das elektronische Management, die elektromechanischen Bauteile, das Gehäuse sowie verschiedene Sensoren und Aktoren komplettieren das Batteriesystem.

Audi will durch das Forschungsprojekt eProduction die erforderliche Prozess- und Automatisations-Infrastruktur aufbauen – mit dem Ziel eines marktfähigen Produktionskonzepts für Hochvolt-Energiespeicher in BEVs (Battery Electric Vehicles). Die künftige Prozesskette beginnt mit den verwendeten Materialien, betrachtet Fragen des Leichtbaus und der Wertschöpfungstiefe, enthält neue Kontaktierungs- und Fügeverfahren und endet mit serientauglichen Prüfmethoden.

Audi hat zwei Unternehmen als Projektpartner gewonnen – die Software-Experten von Dassault Systemès und die Konstruktions-Spezialisten von Fees Verzahnungstechnik. Dazu kommen sieben Hochschulen und Institute: die Technische Universität (TU) Dresden, die TU Chemnitz, die TU München, die Friedrich-Alexander Universität Erlangen, die Rheinische Fachhochschule Köln, die RWTH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung Bremen.

Ein Schwerpunkt im Forschungsprojekt ist die Sicherheit der Mitarbeiter bei der Produktion der Hochvolt-Komponenten. Sie umfasst zahlreiche Aspekte – von der Qualifizierung der Personen über die Automatisierung gewisser Arbeitsschritte bis hin zur virtuellen Absicherung, die die späteren Produktionsschritte am Rechner auch unter ergonomischen Gesichtspunkten simuliert und analysiert. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt in der Frage, wie bestehende Normen und Standards, etwa bei der Schutzkleidung, für die Fertigung elektrischer Komponenten weiterentwickelt werden müssen.

Das BMBF fördert das Vorhaben in der Bekanntmachung „Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität (STROM)" im Rahmen der Hightech-Strategie IKT 2020 mit einem Gesamtbudget von 11,3 Mio. Euro.