Fusion von Licht- und Display-Daten APIX, ISELED und ILaS schaffen neue Beleuchtungswelten

APIX und ISELED: Die Kombination ersetzt OLEDs

Und letztendlich lag es sicher auch daran, dass wir als Außenstehender ohne jeglichen LED-background – wir hatten ja bis dato nur bits sehr schnell von A nach B übertragen – nicht vorbelastet waren und einen ganz anderen Blick auf die Aufgabe hatten und mit einem »weißen Blatt Papier« an die Sache herangegangen sind.

APIX und ISELD ergänzen sich, ihre Kombination eröffnet ganz neue Möglichkeiten, etwa LED-Display zu realisieren, die so hell wie OLEDS sind – dafür aber langlebig und kostengünstig. Wie funktioniert das und gibt es bereits konkrete Pläne? 

Ja, Herr Arnold, jetzt haben Sie es doch noch geschafft, mich aus der Reserve zu locken: was ich Ihnen bei Ihrer letzten Frage nämlich nicht verraten habe, dass ISELED doch nicht etwas ganz Neues ist, sondern (sehr) viel mit APIX zu tun hat. Klar, die Ansteuerung der LEDs – eine echte Wissenschaft – war völlig neu für uns,
hier mussten wir viel dazulernen und tun es heute noch. Aber die ganze Kommunikation, das schlanke ISELED Protokoll uvm. haben ganz klar APIX-Gene.

Und es tun sich tatsächlich interessante Synergien zwischen APIX und ISELED auf: wir haben auf der electronica 2018 bereits den Prototyp eines dynamischen Display Backlights gezeigt, bei dem APIX und ISELED gemeinsam zum Einsatz kommen und das ein Journalist damals spontan als »OLED-Killer« bezeichnet hat. Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck zusammen mit einem großen LED-Hersteller, mehr kann ich Ihnen dazu im Moment leider nicht sagen. 
Dann ist da unser Konzept für die Fusion von Licht- und Displaydaten über APIX und ISELED: Mit dem Trend hin zu zentralisierten, leistungsfähigen Steuergeräten, dem sogenannten »domain computing«, ergibt sich hier die Möglichkeit, die Informationsübermittlung via Displays und künftig immer mehr auch via funktionalem LED-Licht enorm zu vereinfachen. Auch hier haben wir schon gezeigt, dass das geht und haben schon erste Produktkonzepte in der Schublade.  

Wo sehen Sie Inova in fünf Jahren?

…da wäre jetzt die berühmte Glaskugel recht. Aber Spaß beiseite: Bei APIX sehen wir heute schon recht gut, wo die Reise hingeht. Hier arbeiten wir bereits an den Plattformen für 2022/23 und sehen den Bedarf für schnelle Datenkommunikation gerade mit Blick auf das automatisierte Fahren weiter stark ansteigen, auch in Verbindung mit 5G und Car-to-X (C2X).
Schwieriger ist es noch beim Markt für ISELED: hier tun sich selbst renommierte Marktforscher schwer, konkrete Zahlen für den boomenden LED-Markt im Fahrzeug zu liefern. Wir fokussieren uns jetzt erst einmal voll auf die ersten Serienanläufe bei chinesischen OEMs im Frühjahr nächsten Jahres. Dann wird es spannend, wie unser Konzept für die Fusion von Licht- und Displaydaten über APIX und ISELED oder etwa der »OLED-Killer«, das dynamische Display Backlight, angenommen werden.
Und – last but not least – kommt unser ILaS-Bus dann ab 2024/25 ins Fahrzeug.

Ganz ehrlich, wo ich uns dann in fünf Jahren sehe, kann ich Ihnen bei dieser enormen Dynamik selbst bei bestem Willen nicht sagen, wir bereiten uns aktuell auf ein weiteres, nachhaltiges Wachstum von Inova vor. Vielleicht unterhalten wir uns wieder nach unserer nächsten großen ISELED-Konferenz im März 2020.