Fusion von Licht- und Display-Daten APIX, ISELED und ILaS schaffen neue Beleuchtungswelten

Wie aus ISELED der ILaS-Bus wurde

Wie wurde aus ISELED überhaupt der ILaS-Bus?

ISELED war ursprünglich ja gar nicht als »Bus« konzipiert, es sollten »nur« auf einem Lichtstreifen montierte RGB-LEDs über eine Entfernung von 30 bis 50 cm individuell angesteuert werden können, mehr nicht. Da heutige Busse aber nicht in der Lage sind, die Anforderungen künftiger Lichtsysteme mit hunderten von LEDs und Sensoren, hoher Dynamik und immer mehr funktionalen Aufgaben effizient zu erfüllen, kam seitens der OEMs die Frage auf, ob man ISELED nicht zu einem Bus erweitern kann. Und diese offensichtliche Lücke bei den heutigen Bussystemen im Fahrzeug werden wir füllen und das schnell: Nach der erfolgreichen Machbarkeitsstudie - der »richtige« Technologieknoten ist hier u.a. Schlüssel für eine ökonomische Lösung - wollen wir bereits Anfang nächsten Jahres erste Muster von »ILaS«, dem »ISELED Light and Sensor Network« verfügbar haben. Und diesen neuen Bus werden wir im Rahmen der ISELED-Allianz gleich mit einem breiten Fußabdruck in den Markt einführen: so wird es neben dem ersten ILaS-Busknotenbaustein von Inova bald auch weitere Licht- und Sensorprodukte von Allianzmitgliedern geben, in denen der ILaS-Knoten bereits integriert ist.       

Eigentlich  ist es doch erstaunlich, dass eine solche Innovation nicht von einem der großen Mitspieler im Bereich der Halbleiter für den Einsatz in Autos ausgegangen ist, sondern von Inova, einer eher kleineren Münchner Firma, die sich noch im Start-up-Modus fühlte?  Was ist für Sie im Rückblick der Grund für den Erfolg – außer dem Glück des Tüchtigen?

Mit dem Start-up-Modus haben Sie gar nicht so Unrecht, obwohl man nach 20 Jahren - Inova Semi wurde in Februar 1999 gegründet  -  ja kaum mehr von einem Start-up sprechen kann: Mit unserer APIX-Technologie, mittlerweile in der dritten Generation und - wie schon erwähnt - über 110 Millionen Knoten im Markt, sind wir sehr erfolgreich unterwegs. Aber wir haben diese Start-up-Mentalität zum Glück auch nach dieser langen Zeit nicht verloren: als uns BMW im Herbst 2015 fragte, ob wir uns vorstellen könnten, die LED zu »digitalisieren« haben wir nicht gleich nein gesagt, obwohl wir mit Licht und LED-Technik bis dato so überhaupt nichts zu tun hatten außer vielleicht ein paar blinkenden LEDs auf unseren APIX Applikations-Boards.
Aber wir haben mit BMW eine lange gemeinsame und sehr erfolgreiche Innovationshistorie: es war der gleiche Mitarbeiter, der uns vor nunmehr 17 Jahren (!) darauf ansprach, ob wir unseren damaligen industriellen GigaSTaR-Displaylink nicht Automotive-tauglich machen könnten: das Ergebnis, dann vier Jahre später, ist bekannt: APIX, der »Automotive Pixel Link«. Und nach APIX1 im Jahre 2008 und APIX2 in 2012 war BMW jetzt auch wieder bei APIX3 im letzten Jahr als Pilotkunde vornedran – eine Zusammenarbeit, auf die wir sehr stolz sind.

ISELED ist also nicht als Ergebnis von großen Bedarfs- und Marktanalysen entstanden…

..und schon gar nicht aus »Innovationsworkshops« hervorgegangen, sondern ist aus einer spontane Idee und der Neugierde heraus entstanden, etwas ganz Neues mit enormen Zukunftspotenzial zu machen und dabei auf eine bestens bewährte Partnerschaft vertrauen zu können. Und natürlich war dazu auch sehr viel Kreativität und eine außergewöhnliche Ingenieursleistung notwendig: Rund um ISELED haben wir in kurzer Zeit rund zehn Patente angemeldet und auch schon erteilt bekommen.