Softbank investiert in Nuro.ai 940 Mio. Dollar für selbstfahrende Lieferwagen

Wer Lebensmittel bestellt hat, den beliefert das autonom fahrende Lieferwagen »R1« von Nuro.ai bereits – wenn er in Scottsdale, Arizona wohnt.
Wer Lebensmittel bestellt hat, den beliefert der autonom fahrende Lieferwagen »R1« von Nuro.ai bereits – wenn er in Scottsdale, Arizona wohnt.

Softbank investiert 940 Mio. Dollar in die vor zwei Jahren gegründete Nuro.ai, das einen selbstfahrenden Lieferwagen entwickelt hat.

Im Dezember 2018 hatte das Unternehmen seinen ersten autonom fahrenden Lieferwagen vorgestellt. In Scottdale/Arizona liefert der unbemannte, autonom fahrende »R1« Lebensmittel aus. Das Fahrzeug der kalifornischen Firma sieht aus wie ein stark verkleinerter Lieferwagen. Hinter zwei Ladeklappen an seiner Seite ist Platz zum Beispiel für mehrere Einkaufstüten oder Kartons.

Die Gründer der Firma, Dave Ferguson und Jiajun Zhu arbeiteten zuvor unter anderem in Googles Roboterwagen-Programm, das heute in der Firma Waymo zusammengefasst ist. Dass der Lieferservice funktioniert, hatte Nuro bereits im Sommer letzten Jahres gezeigt. Zusammen mit der amerikanischen Lebensmittelkette Kroger baute das Unternehmen einen Lieferservice mit selbstfahrenden Autos auf. Damals noch auf Basis von Prius. Über 1000 Lieferungen seien bereits zur Zufriedenheit der Kunden durchgeführt worden.

Es gab zunächst keine Angaben dazu, welchen Anteil Softbanks »Vision«-Fonds für die Geldspritze bekam. Der Fonds hatte nahezu 100 Milliarden Dollar für Investitionen in die Tech-Branche eingesammelt und stieg damit unter anderem groß beim Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Er war zuletzt aber auch umstritten, weil ein erheblicher Teil des Geldes von Saudi-Arabien kommt. Diese Kooperation wird nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im vergangenem Herbst unter anderem in den USA kritisiert.