Verkauf schönt Uber-Bilanz 70 % Umsatzplus - keine Roboterautos mehr in Arizona

Das war einmal: Glückliche Fahrgäste, die gerne die Uber-Dienste in Anspruch nehmen. Jezt will das Unternehmen sein Image aufpolieren.
Glückliche Fahrgäste, die gerne die Uber-Dienste in Anspruch nehmen.

Laut dem Wall Street Journal ist der Umsatz von Uber im ersten Quartal um 70 Prozent auf 2,59 Mrd. Dollar gestiegen. Unterdessen zieht Uber nach einem tödlichen Unfall die Roboterautos aus Arizona ab.

Ein Umsatzsprung von 70 Prozent auf umgerechnet 2,21 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Sogar auf einen Quartalsgewinn von 2,46 Milliarden Dollar kommt Uber – das klingt zuerst einmal beeindruckend. Vor allem in Anbetracht der diversen Schwierigkeiten, in denen Uber sich gerade befindet.

Testfahrten mit Roboterautos werden wieder aufgenommen

Soeben hatte Uber mitgeteilt,  seine selbstfahrenden Autos nach einem tödlichen Unfall komplett aus dem US-Bundesstaat Arizona ab zu ziehen. Die Testfahrten sollten in naher Zukunft wieder aufgenommen werden, sagte eine Sprecherin. Seit dem ein Uber-Roboterwagen im März bei einer nächtlichen Testfahrt in Arizona eine Fußgängerin tötete, die ein Fahrrad über eine mehrspurige Straße und schob, stehen die Fahrzeuge still. Bisherige Untersuchungen deuten auf einen Software-Fehler hin.

Dahinter steckt ein hoher Erlös aus dem Verkauf der Geschäfte in Südostasien und Russlandresultiert. Ohne den Sonderfaktor hätte es aber ein Minus von 550 Millionen Dollar gegeben. Im Vorjahr war ein Verlust von 847 Millionen angefallen.

Uber ist bislang nicht an der Börse gelistet und deshalb nicht zu öffentlichen Finanzberichten verpflichtet. Die Quartalsergebnisse, die das kalifornische Unternehmen seinen Investoren zukommen lässt, dringen über US-Medien aber regelmäßig nach draußen. Uber könnte im kommenden Jahr an die Börse streben und investiert bereits aggressiv, um Anleger mit starkem Wachstum zu beeindrucken.

Gegenüber dem Vorquartal betrug der Umsatzzuwachs laut Wall Street Journal  übrigens 7,5 Prozent.