Cybersecurity VDMA warnt vor chinesischen Kryptostandards

China ist kein Land der Industrieroboter - zumindest noch nicht. Bis 2020 will China massiv aufrüsten. Aktuell wird der riesige Markt durch hohe Importquoten gedeckt, aber einheimische Automatisierer holen auf.
Das neue Cyber-Sicherheitsgesetz der chinesischen Regierung sorgt die deutschen Maschinenbauer. Sie warnen: China könnte bei Industrie 4.0 den Anschluss verlieren.

Ein neues Cyber-Sicherheitsgesetz in China sorgt für Beunruhigung bei den deutschen Unternehmen. Sie befürchten Einschränkungen von Marktzugängen.

Sorgen bereiten vor allem die vorgesehenen Vorschriften zu nationalen chinesischen Kryptostandards. Sie wären nicht mit internationalen Standards vereinbar, heißt es beim VDMA.

Aus Sicht der Maschinenbauer in Deutschland wäre dies eine schmerzhafte Fehlentwicklung. China läuft Gefahr, auf den Zug der Digitalisierung erst gar nicht aufspringen zu können, schreibt der Verband. Der VDMA fordert daher, die geplante Gesetzesinitiative mit den Anforderungen der Industrie in Einklang zu bringen.

Ausländische Unternehmen kämpfen bereits seit Jahren mit der Störanfälligkeit ihrer Internetzugänge in China oder mit Schwierigkeiten von VPN-Verbindungen in die Zentrale nach Europa. Darüber hinaus führt die teilweise verpflichtende Offenlegung von Software-Quellcodes, die ja der Wahrung von Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen dienen, in China immer wieder zu Diskussionen.