Antriebs- und Fluidtechnik VDMA: Deutsche Anbieter gewinnen Marktanteile

Hartmut Rauen, VDMA: »In Brasilien stehen wir (noch) auf Platz 2 hinter den USA.«
Hartmut Rauen, VDMA: »In Brasilien stehen wir (noch) auf Platz 2 hinter den USA.«

Nach den dramatischen Produktionseinbrüchen im Jahr 2009 und der raschen Erholung anno 2010 prognostiziert der VDMA für 2011 ein Umsatzwachstum von 8 Prozent in der Antriebstechnik und 10 Prozent in der Fluidtechnik.

Für das abgelaufene Jahr 2010 erwartet der Branchenverband für die deutschen Hersteller von Antriebstechnik einen Umsatzanstieg von 15 Prozent und von Fluidtechnik sogar ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr - die endgültigen Daten liegen noch nicht vor. Mit einem Gesamt-Umsatzvolumen von voraussichtlich etwa 19,6 Mrd. Euro 2010 sind Antriebs- und Fluidtechnik laut VDMA das größte Branchensegment innerhalb des deutschen Maschinenbaus.

Dem Verband zufolge steigern beide Branchen seit Jahren ihre Exportquoten und ist Deutschland in beiden Branchen der weltweit bedeutendste Lieferant. In den wichtigsten Wachstumsmärkten hat die deutsche Antriebs- und Fluidtechnik demnach in den vergangenen Jahren Terrain gewonnen: 2009 lagen die deutschen Hersteller in Russland, Indien und erstmals auch in China auf Platz 1 der wichtigsten Lieferländer dieser Staaten. »Lediglich in Brasilien stehen wir (noch) auf Platz 2 hinter den USA - und das vor dem Hintergrund hoher Zölle«, erläutert Hartmut Rauen, Geschäftsführer der Fachverbände Antriebstechnik und Fluidtechnik im VDMA. Die geplante Satellitenmesse »MDA Brazil« der »MDA Motion, Drives & Automation« als Teil der Hannover Messe sei daher ein strategisch wertvoller Ansatz zur Markterschließung.