Auftragseingang entwickelt sich nach wie vor sehr positiv VDMA: Aufschwung im Maschinenbau hält auch 2011 an

Dr. Thomas Lindner, VDMA
Dr. Thomas Lindner, VDMA: »Wir sehen uns nach der Krise einem beschleunigten Strukturwandel gegenüber.«

Um 8,8 Prozent hat der deutsche Maschinen- und Anlagenbau seine Produktion anno 2010 gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Für 2011 rechnet die Branche laut ihrem Verband VDMA sogar mit einem Produktionswachstum von 10 Prozent.

Den Stand des Vorkrisenjahres 2008 wird die Branche damit jedoch nicht erreichen: Im Krisenjahr 2009 war die Produktion um 24,6 Prozent gesunken.

»Das Endergebnis von 8,8 Prozent hat unsere jüngste, im September 2010 abgegebene Prognose von 6,6 Prozent noch einmal deutlich übertroffen«, erläuterte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner. Der Branchenumsatz stieg 2010 auf 174 Mrd. Euro (2009: 161,1 Mrd. Euro), und die Kapazitätsauslastung lag im Schnitt bei 79,8 Prozent (2009: 72,5 Prozent).

Sehr zufrieden zeigte sich Lindner mit der Entwicklung des Auftragseingangs: Insgesamt nahmen die Bestellungen im vergangenen Jahr um real 36 Prozent zu (Inland plus 29 Prozent, Ausland plus 39 Prozent). »Seit Sommer 2009 sehen wir beim Auftragseingang eine beispiellose Aufholjagd, die bislang lediglich in den Monaten September und Oktober 2010 durch eine kurze Atempause unterbrochen wurde.«

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VDMA-Jahresbilanz 2010

Die Maschinenbau-Branche startet mit Vollgas aus der Krise

Im Dezember 2010 hat der Auftragseingang laut VDMA mit real plus 44 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres nochmals Fahrt aufgenommen. Das Inlandsgeschäft wuchs demnach um 38 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahresniveau.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Oktober bis Dezember 2010 ergibt sich insgesamt ein Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei den Inlandsaufträgen ein Wachstum von 29 Prozent und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 45 Prozent.