Geschäftszahlen von Basler für 2019 Umsatz und Auftragseingang über Vorjahresniveau

Der Stammsitz der Basler AG in Ahrensburg bei Hamburg
Der Stammsitz der Basler AG in Ahrensburg bei Hamburg

Der Industriekamera-Hersteller Basler AG hat Umsatz und Auftragseingang im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert. Eine Prognose wagt das Unternehmen jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie nur für das erste Halbjahr.

Im Jahr 2019 steigerte Basler seinen Konzernumsatz auf 162,0 Mio. Euro (Vorjahr: 150,0 Mio. Euro). Auch der Auftragseingang bewegte sich mit 166,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 154,0 Mio. Euro.

Das Vorsteuerergebnis sank vor allem wegen geplanter strategischer Investitionen in Form von Personalaufbau auf 16,9 Mio. Euro (Vorjahr: 24,5 Mio. Euro, -31 Prozent). Die Rendite vor Steuern summierte sich somit auf 10,4 Prozent (Vorjahr: 16,3 Prozent). Mit diesen Resultaten erfüllt Basler die gegenüber dem Kapitalmarkt kommunizierte Prognose.

Der Free-Cashflow als Summe des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und des Cashflows aus Investitionen erreichte einen Wert von -9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Dieser wurde durch die Akquisition von MVLZ Sanbao Xingye im Jahr 2019 außerordentlich belastet.

Aktuelle Lage und Prognose

Nach einer Phase des Marktrückgangs von rund 10 Prozent im Jahr 2019 ging der Basler-Konzern bis Anfang März für das Geschäftsjahr 2020 von einer strukturellen Stabilisierung bis hin zu einem niedrigen einstelligen Wachstum des Marktes aus. Das Ausbrechen des Coronavirus zur Jahreswende und die pandemische Ausbreitung führt laut dem Basler-Management aktuell jedoch zu einer starken Veränderung des konjunkturellen Ausblicks und einem hohen Risiko einer weltweiten Rezession. Auch wenn die Absatz- und Beschaffungsmarktsituation des Basler-Konzerns bis dato relativ stabil ist, geht der Unternehmensvorstand von spürbaren Auswirkungen im Laufe der kommenden Quartale aus. Die Auswirkungen ließen sich aber wegen der Aktualität der Ereignisse derzeit noch nicht quantifizieren.

Aufgrund dieser Unsicherheiten hat der Vorstand der Basler AG beschlossen, vorerst nur eine Prognose für das erste Halbjahr zu geben. Der Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr soll zusammen mit der Veröffentlichung des Halbjahresberichts folgen. Für das erste Halbjahr 2020 rechnet der Konzern mit einem Umsatzkorridor von 70-78 Mio. Euro bei einer Vorsteuerrendite zwischen 6 und 10 Prozent. Diese Prognose geht davon aus, dass sich die Situation in China im Laufe des zweiten Quartals weiter sukzessive verbessert und es in den Regionen Europa und Nordamerika zu einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage im zweiten Quartal kommt.