Realtime Robotics / Siemens Technologie-Partnerschaft für Multi-Roboter-Arbeitszellen

Der »Realtime Controller« von Realtime Robotics dient als Basis für die Software-Partnerschaft des US-Unternehmens mit Siemens Digital Industries Software.
Der »Realtime Controller« von Realtime Robotics dient als Basis für die Software-Partnerschaft des US-Unternehmens mit Siemens Digital Industries Software.

Realtime Robotics und Siemens Digital Industries Software haben eine Partnerschaft vereinbart, die darauf abzielt, die Systemintegration von Multi-Roboter-Arbeitszellen und die Programmierung der Roboterbewegungen zu beschleunigen – auf Basis des neuen „Realtime Controller“ von Realtime Robotics.

Im Rahmen der Partnerschaft soll die Technologie von Realtime Robotics, einem Spezialisten für die autonome Planung sicherer Roboter-Bewegungsabläufe, mit der Software „Process Simulate“ aus dem Tecnomatix-Portfolio von Siemens Digital Industries Software (früher Siemens PLM Software) gekoppelt werden. Die beiden Unternehmen wollen dadurch die Programmierung und Koordination der Bewegungen von Robotern in Multi-Roboter-Arbeitszellen automatisieren und somit vereinfachen. Anwender und Integratoren sollen Multi-Roboter-Arbeitszellen schnell planen und simulieren, unterschiedliche Varianten früh im Prozess untersuchen und die Roboter anschließend mit dem „Realtime Controller“ in den Zellen kollisionsfrei betreiben können.

»Die Simulationsphase von Multi-Roboter-Arbeitszellen nimmt gegenwärtig viel Engineering-Zeit in Anspruch, bevor die Zellen in Betrieb gehen«, erläutert Peter Howard, CEO von Realtime Robotics. »Wenn dies dann der Fall ist, sind sie unflexibel und erfordern bei jeder Änderung einen erheblichen Programmieraufwand. Dies hat dazu geführt, dass Multi-Roboter-Arbeitszellen für alle Produktionsstätten außer stabilen Großserienfertigungen kostenintensiv sind.«

Die Software „Tecnomatix Process Simulate“ von Siemens kann in Verbindung mit dem „Realtime Controller“ und der „RapidPlan“-Software von Realtime Robotics die Programmierung automatisierter Roboterprozesse vereinfachen. Gemeinsam verkürzen die Technologien der beiden Unternehmen die Zeit bis zur Inbetriebnahme von Multi-Roboter-Arbeitszellen und danach für deren Anpassung an Änderungen. Zudem sorgen sie für einen kollisionsfreien Betrieb der Roboter, so dass es nicht mehr nötig ist, Teach-Punkte einzugeben sowie virtuelle Zwischenräume zwischen den einzelnen Robotern zu erstellen und zu verwalten. Gemeinsame Proof-of-Concept-Projekte mit Kunden haben gezeigt, dass sich die Programmierzykluszeiten um mehr als 70 Prozent verkürzen ließen, was schnellere und robustere Implementierungen ermöglicht.