Isra regelt Nachfolge von Enis Ersü Strategische Partnerschaft mit Atlas Copco

Isra Vision und Atlas Copco schließen strategische Partnerschaft.
Isra Vision und Atlas Copco haben eine strategische Partnerschaft geschlossen.

Der Darmstädter Bildverarbeitungstechnik-Hersteller Isra Vision und der in Schweden börsennotierte Industriekonzern Atlas Copco haben ein Business Combination Agreement (BCA) unterzeichnet, um eine strategische Partnerschaft einzugehen.

Die strategische Partnerschaft soll Isra Vision dazu verhelfen, sein Wachstum weiter zu beschleunigen und seinen Innovationskurs fortzusetzen. Außerdem stellt sie die vom Unternehmensgründer und CEO Enis Ersü bevorzugte Nachfolgeregelung dar. Enis Ersü wird bis auf Weiteres CEO bleiben, um die Partnerschaft zu fördern und die Integration voranzutreiben.

Atlas Copco betrachtet die industrielle Bildverarbeitung als Teil seiner langfristigen Strategie, den Schwerpunkt industrielle Automatisierung zu stärken, und will dafür innerhalb seines Konzernbereichs Industrial Technique eine eigene Division schaffen. Isra Vision soll deren Nukleus werden. Als solcher wird Isra Vision eigenständig agieren und seine Marke weiterführen. Darüber hinaus werden die globale Präsenz und die Standorte von Isra Vision beibehalten sowie die Erweiterung der Unternehmenszentrale in Darmstadt fortgeführt. Atlas Copco mit Hauptsitz in Stockholm beschäftigt etwa 39.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Unternehmen hat Kunden in über 180 Ländern. Seine Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2019 rund 10 Mrd. Euro.

Die strategische Partnerschaft wird über ein freundliches öffentliches Angebot von Atlas Copco umgesetzt. Anteilseigner von Isra Vision, die ihre Aktien andienen, bekommen 50 Euro je Aktie in bar. Das entspricht einer Prämie von 29 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate vor der Ankündigung, einer Prämie von 43 Prozent auf den Schlusskurs vom 7. Februar 2020 sowie einem EV/EBIT-Multiple von ungefähr 33 auf Basis des von Isra Vision berichteten EBIT für 2018/2019. Das Angebot hat die Unterstützung sowohl des Vorstands als auch des Aufsichtsrats von Isra Vision. Atlas Copco hat sich bereits rund 35 Prozent durch unwiderrufliche Andienungsvereinbarungen des Hauptanteilseigners Enis Ersü und weiterer Mitglieder des Managements und des Aufsichtsrats von Isra Vision sowie durch einen Aktienkaufvertrag mit einem institutionellen Investor gesichert. Im Anschluss an den Vollzug des öffentlichen Angebots soll ein Delisting-Angebot erfolgen.