Automatisierungs- & Industrie-4.0-Messe SPS soll stattfinden – mit Maskenpflicht

Sylke Schulz-Metzner: „Die SPS IPC Drives ist die führende Messe zur elektrischen Auto­matisierung.“
Sylke Schulz-Metzner, Mesago Messe Frankfurt GmbH: »Wir haben uns schweren Herzens entschieden, diesmal den Ausstellerabend abzusagen.«

Die Messe SPS Smart Production Solutions findet aller Voraussicht nach im geplanten Zeitraum vom 24. bis 26. November 2020 statt – mit einem detaillierten Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept, das sich an den Vorgaben der zuständigen Bayerischen Staatsregierung orientiert.

Ab dem 1. September dürfen Messen in Bayern wieder unter Auflagen stattfinden – und die Mesago Messe Frankfurt GmbH als Veranstalterin der Automatisierungs- und Industrie-4.0-Messe SPS hat sich dazu bekannt, das Erlaubte auch zu tun. »Wir haben ein Schutz- und Hygienekonzept, das eine Messe wie die SPS unter den heute absehbaren Bedingungen der Pandemie durchführbar macht«, erläutert Sylke Schulz-Metzner, Vice President der Mesago Messe Frankfurt GmbH.

So soll in allen Innenräumen, sprich: in Messehallen, Konferenzräumen, Restaurants, Sanitärräumen, den Zwischenbereichen und den Foyers ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben sein und ein Mindestabstand von 1,50 m eingehalten werden; im Freien, also in den Innenhöfen, gilt die Maskenpflicht nur, wenn sich der Mindestabstand nicht wahren lässt. Die sogenannten Shields gelten dabei nicht als Mund-Nasen-Maske, sind also unzulässig. Alle Flächen, die häufig von Messeteilnehmern berührt werden, also Türgriffe, Wasserhähne, Handläufe oder Infocounter, werden in kurzen Abständen gereinigt und desinfiziert, und auch sonst werden die Reinigungsintervalle verkürzt. Desinfektionsmittelspender sollen an vielen Stellen auf dem Messegelände bereitstehen. Um zwangsläufige Kontakte zu reduzieren, soll es an Ort und Stelle keine Ticket-Schalter geben; die Besucher müssen sich online registrieren, auch um sicherzustellen, dass die zulässige Höchstteilnehmerzahl nicht ausgeschöpft ist.

»Es gibt eine maximale Besucherzahl von etwa 20.000 Besuchern pro Tag«, erläutert Sylke Schulz-Metzner das zulässige Besucherkontingent. Für die einzelnen Hallen soll es aber keine Extra-Beschränkungen geben. In jeder Halle sollen Wartezonen ausgewiesen werden, um bei starkem Andrang in den Gängen oder auf bestimmten Ständen den Mindestabstand einhalten zu können; sie ermöglichen dem Standpersonal, Besucher abzuholen, sobald der Andrang auf dem betreffenden Stand nachgelassen hat.

Ausfallen müssen in diesem Jahr der Ausstellerabend und Standpartys mit mehr Publikum als dem jeweiligen Standpersonal. »Auf dem Ausstellerabend und auf Standpartys den Mindestabstand einzuhalten, ist bei der Stimmung, die dort am Abend entsteht, einfach nicht möglich«, begründet Sylke Schulz-Metzner diesen Schritt, den sie »schweren Herzens« gegangen sei. Die Messeforen finden aber statt – auf größerer Fläche und mit begrenzter Teilnehmerzahl. Auch Präsentationen auf den Ständen kann es geben – sie müssen gut in die Stände integriert sein, um Stauungen auf den Gängen zu vermeiden; außerdem muss auf den Ständen genug Platz vorhanden sein, um den Mindestabstand wahren zu können.

In puncto Mindestabstand problematisch sind zu Messezeiten natürlich die öffentlichen Verkehrsmittel. »Wir befinden uns im Gespräch mit der NürnbergMesse und dem Nürnberger Verkehrsverbund, um entsprechende Lösungen zu finden, sprich: Wegeregelungen, höhere Taktung sowie Beschränkung der Anzahl von Personen pro Waggon und an den Bahnsteigen - mit Personal, das dafür sorgt, Stauungen und zu volle Waggons zu vermeiden«, betont Sylke Schulz-Metzner. »Am Messegelände stehen aber genug Parkplätze zur Verfügung, und von weiter entfernten Eingängen zu den Messehallen gibt es Shuttle-Busse, in denen wiederum auf die Einhaltung der Abstandsregeln geachtet wird.«

Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung wird das Betreten des Messegeländes nicht gestattet, ebenso Personen, die Quarantäneregeln unterliegen oder im ansteckungsgefährdeten Zeitraum Kontakt mit Covid-19-Patienten hatten. Beim Auftreten von Symptomen, die auf eine Covid-19-Infektion hinweisen, solle – am besten telefonisch - der Medizinische Dienst auf dem Messegelände verständigt werden, der dann das Nötige veranlasse.

Parallel zur Präsenzmesse wird es eine Online-Plattform geben, damit sich auch Interessenten informieren können, die beispielsweise Reiserestriktionen unterliegen. Bereitstehen soll die Plattform unter anderem für Matchmaking sowie für Live-Streaming von Vorträgen oder Pressekonferenzen. Für Mitarbeiter von Ausstellern soll die Registrierung auf der Plattform kostenlos sein.

Trotz der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie zeichnet sich ab, dass die SPS fast so groß wird wie in den Vorjahren: »Momentan liegt sie etwa 10 Prozent unter der Vorjahresfläche«, konstatiert Sylke Schulz-Metzner. »Stornierungen gibt es bisher wenige, und alle großen Aussteller sind wieder mit dabei.«

Detailliertere Informationen zum Schutz- und Hygienekonzept der SPS 2020 sind unter https://sps.mesago.com zu finden.