Bewährtes Konzept soll neue Rekorde bringen SPS/IPC/Drives bleibt sich treu

Johann Thoma, Mesago: »Schon jetzt hat die Zahl der Aussteller-Buchungen den Endstand des Vorjahres überschritten.«

Die wirtschaftlichen Perspektiven der Automatisierungsbranche haben sich gegenüber dem Krisenjahr 2009 deutlich verbessert, wovon auch die SPS/IPC/Drives profitiert: Die Veranstalter erwarten für dieses Jahr ein Plus bei allen wichtigen Kenndaten - von der Aussteller- über die Besucher- bis zur Kongressteilnehmerzahl.

»Die wirtschaftliche Erholung hat schneller eingesetzt als allgemein erwartet«, betont Johann Thoma, Geschäftsführer der SPS/IPC/Drives-Veranstaltergesellschaft Mesago Messemanagement GmbH. »Einzelne Unternehmen werden schon in diesem und manche im nächsten Jahr auf das Umsatzniveau von 2008 zurückkehren.« Nicht von ungefähr zeigt sich Thoma in Bezug auf die Wachstumsaussichten der diesjährigen SPS/IPC/Drives optimistisch: »Wir gehen davon aus, dass wir die Vorjahresergebnisse übertreffen werden - schon jetzt hat die Zahl der Aussteller-Buchungen den Endstand des Vorjahres überschritten.«

Obwohl die SPS/IPC/Drives laut dem Ausstellerbeirats-Vorsitzenden Wolfgang Tondasch prinzipiell »eine Fachmesse für den deutschsprachigen Raum« bleiben soll, erwartet die Mesago für dieses Jahr mehr Aussteller aus dem Ausland als bislang. »Der Auslandsanteil bei den Ausstellern dürfte wachsen, vor allem im Bereich Antriebstechnik, der in diesem Jahr generell besonders stark vertreten sein wird«, erläutert Sylke Schulz-Metzner, Bereichsleiterin SPS/IPC/Drives bei der Mesago. Thoma führt dies auch auf die neuerdings von der Mesago durchgeführten Automatisierungsmessen im Ausland zurück: »Messen wie die 'SIAF - SPS Industrial Automation Fair Guangzhou’ in China oder die 'SPS/IPC/Drives Italia’, die im Mai kommenden Jahres erstmals stattfinden wird, machen die Aussteller auf die Veranstaltung in Deutschland aufmerksam«, führt er aus.

Wie 2009 wird die SPS/IPC/Drives auch heuer elf Hallen belegen, die »noch stärker als bisher ausgelastet sein werden«, wie Schulz-Metzner betont. Der Umbau des Eingangs Mitte auf dem Nürnberger Messegelände wird voraussichtlich im September abgeschlossen sein, so dass die vor allem für U-Bahn-Nutzer unbefriedigende Eingangssituation des Jahres 2009 rechtzeitig der Vergangenheit angehören wird.

Beim Veranstaltungskonzept der SPS/IPC/Drives ändert sich in diesem Jahr wenig, was angesichts des anhaltenden Erfolgs der Messe kaum überrascht. So wird die Prozessautomatisierung auch diesmal nicht zum offiziellen Themenspektrum gehören: »Wir werden natürlich die am Markt zu beobachtende Entwicklung abbilden, dass Fertigungs- und Prozessautomatisierung zusammenwachsen«, verdeutlicht Thoma. Als eigener Bereich in die Messenomenklatur aufgenommen werde die Prozessautomatisierung aber nicht. »Der Achema Konkurrenz zu machen, ist nicht unsere Absicht«, ergänzt Tondasch.

Als Schwerpunktthemen gelten wie im vergangenen Jahr »Energieeffizienz«, »Industrial Identification« und »Safety and Security«. Von den beiden Messeforen steht eines wie bisher unter der Regie des ZVEI, wohingegen der VDMA die Federführung für das andere von der Mesago übernommen hat. Auf den Gemeinschaftsständen »Open Source meets Industry«, organisiert vom OSADL (Open Source Automation Development Lab), und »AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik«, organisiert vom AMA Fachverband für Sensorik, können sich die Aussteller »in thematischen Clustern präsentieren«, wie Thoma betont.