Die endgültigen Termine sind noch im Fluss Sony kündigt CCD-Bildsensoren ab

Nachdem der Markt die neuesten CMOS-Bildsensoren für Industrieanwendungen bestens angenommen hat, macht das Unternehmen Nägel mit Köpfen: Die Wafer-Produktion für die CCD-Pendants soll im März 2017 auslaufen.

Auf der Bildverarbeitungs-Messe Vision im vergangenen Jahr war es augenfällig: Fast alle bedeutenden Kamerahersteller präsentierten Modelle mit dem neuen CMOS-Bildsensor IMX174 von Sony. Die Branche war voll des Lobes über das neueste Mitglied der noch jungen CMOS-Sensorfamilie des japanischen Herstellers.

Angesichts dieses Erfolgs zieht Sony jetzt eine weitreichende Konsequenz: Im März 2017 will das Unternehmen laut dem europäischen Hauptdistributor seiner Bildsensoren, Framos, die Wafer-Produktion für seine CCD-Bildsensoren einstellen. Der Assembly-Prozess für die in ihr Gehäuse gepackten Bausteine soll Framos zufolge aber bis März 2020, für »High-Runner« und einige Medical-CCDs sogar bis Anfang 2026 weitergehen, so dass der Übergang faktisch auf fünf bis zehn Jahre angelegt ist.

Axel Krepil, Head of Sales in der Imaging Sensor Division von Framos, erläutert, was jetzt aus Sicht seines Unternehmens zu tun ist: »Was die letzte Bestellrunde anbelangt, wünscht Sony nach dem jetzigen Stand eine Prognose bis Ende August 2015«, führt er aus. »Die endgültige Bestellung sollte Ende 2015 oder spätestens im ersten Quartal 2016 eintreffen, wobei der definitiv letzte Bestellzeitpunkt momentan bei Sony noch in der Diskussion ist.« Bis März 2020 seien aber alle Sensoren auf jeden Fall verfügbar.

Generell sind, wie aus der Bildverarbeitungs-Branche vielfach verlautete, die endgültigen Termine für Last Order und Verfügbarkeiten momentan im Fluss. Es könnte also noch zu Verschiebungen kommen, wobei Sony ein endgültiges Announcement für Mitte April anstrebt.

und einige Medical-CCDs sogar bis Anfang 2026