S7-SPS-Systeme lassen sich jetzt auf PCs nachbilden Soft-SPS macht den Computer zur S7

Rainer Hönle, Deltalogic: »Bestehende 'Step7‘-Programme lassen sich ohne Änderung übernehmen.«
Rainer Hönle, Deltalogic: »Bestehende 'Step7‘-Programme lassen sich ohne Änderung übernehmen.«

Die Soft-SPS »Accontrol S7-Win32« von Deltalogic Automatisierungstechnik bildet ein S7-SPS-System exakt auf dem PC nach, so dass S7-Steuerungsprogramme dort genauso ablaufen können wie in ihrer angestammten S7-Hardware-Umgebung.

Mit »Accontrol S7-Win32« oder der Echtzeit-Variante »Accontrol S7-Win32/RT« lässt sich also eine reale S7-SPS durch einen PC mit Profibus-Master-Karte ersetzen. Die Profibus-Karte ist dabei für die Peripherieanbindung zuständig.

Die Variante »Accontrol S7-Win32/Sim« ist ein reines Simulationssystem ohne Peripherieanbindung. Anwender benötigen zur »Step7«-Programmentwicklung und Fehlersuche keine reale S7-SPS mehr. »Accontrol S7-Win32/Sim« erlaubt also deutliche Einsparungen in der Entwicklungs- und Testphase von »Step7«-Programmen.

»Als eine von wenigen Soft-SPSen am Markt«, wie Deltalogic-Geschäftsführer Rainer Hönle betont, erlaubt »Accontrol« den »Bridged Mode«. Das heißt, Benutzer können zwei »Accontrol«-Instanzen über Kreuz verknüpfen. Ein in »Step7« nachprogrammiertes Anlagenverhalten, das auf der einen Instanz läuft, lässt dann Rückschlüsse auf das zu testende Steuerungsprogramm der zweiten Instanz zu. Außerdem ermöglicht »Accontrol«, verschiedene Instanzen zur Simulation mehrerer Steuerungen auf einem PC zu starten. »Je nach Leistungsfähigkeit des Rechners lassen sich rund 50 SPSen und damit auch komplexe Konfigurationen mit einem einzigen Computer nachbilden«, erläutert Hönle. Programmierung und Datenzugriff findet über TCP/IP (RFC 1006/ISO on TCP) statt.

Hönle zufolge zeigt »Accontrol« gerade dann seine Stärken, wenn virtuelle Maschinen zum Einsatz kommen: »Die Software benötigt wenig VM-Leistung und bietet eine hohe Performance«, sagt er. »Zudem unterstützt sie die Ethernet-Kommunikation mit anderen virtuellen Maschinen, auf denen zum Beispiel HMI- und Scada-Systeme laufen.«

Laut Hönle hat Anwenderfreundlichkeit bei der Entwicklung eine große Rolle gespielt: »Bestehende 'Step7‘-Programme lassen sich ohne Änderung übernehmen, und Online-Debugging ist mit dem 'Simatic Manager‘ möglich«, sagt er. Die Bedienoberfläche von »Accontrol« enthält die gängigen Programmierfunktionen aus S7-Projekten (Start, Stop, Variablen beobachten, Variablen steuern, Programm laden usw.) und zeigt dabei die Variablen sowohl als absolute Werte als auch in symbolischer Darstellung. Per Mausklick können Anwender Inhalte und Anordnungen der Variablenfenster speichern und so beispielsweise für Folgetests die Daten schnell und problemlos an der richtigen Stelle bereitstellen.

»Accontrol S7-Win32« steht derzeit in den Sprachen Deutsch, Englisch und Tschechisch zur Verfügung.