Framos: Alles vom Sensor bis zum System Seit 35 Jahren in der industriellen Bildverarbeitung aktiv

Dr. Andreas Franz, Framos: »Wir wollen Maschinen das Sehen und Denken beibringen.«
Dr. Andreas Franz, Framos: »Wir wollen Maschinen das Sehen und Denken beibringen.«

Vom Sensor-Distributor zum Technologiepartner: Seit 35 Jahren entwickelt Framos sein Geschäftsmodell stetig gemäß den Anforderungen der Wachstumsbranche Bildverarbeitung weiter. In Industrie 4.0 und der Mensch-Maschine-Kollaboration sieht das Unternehmen großes Potenzial für die Bildverarbeitung.

»Wir sind hier, um Maschinen das Sehen und Denken beizubringen«, erzählt Dr. Andreas Franz. »Das ist unsere Vision, und wir kommen ihr jeden Tag ein Stück näher.« 1981 gründete sein Vater Bernd Franz den heutigen Bildverarbeitungsspezialisten Framos. Zunächst mit dem Fokus auf der Distribution von Sensoren und getragen von einer Partnerschaft zu Sony, entwickelte sich das Unternehmen in den 1980er-Jahren zu einem Experten für industrielle Bildverarbeitung.

Mit der stetigen Erweiterung des Portfolios um Sensoren, Kameras und Bildverarbeitungszubehör diverser Partner sowie der Expansion in andere europäische Länder legte Bernd Franz den Grundstein für die heutige Entwicklung der Framos GmbH vom reinen Vertriebshaus zum Technologiepartner für Bildverarbeitung. Seit 2008 führt Andreas Franz das Unternehmen. »Mit Services vom Einkauf über die technische Beratung und Entwicklungsunterstützung bis hin zu Lagerhaltung und Support kann Framos seine Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Entwicklung zur Produktion als Partner begleiten«, beschreibt er das Geschäftsmodell. »Die optimale Anwendungslösung für den Kunden zu finden, auf Basis herstellerneutraler Beratung, ist für uns bei jedem Projektschritt essentiell.«

Um seine Ziele umzusetzen, hat Andreas Franz die elterliche Firma auf neue Füße gestellt, vom patriarchisch geführten Familienunternehmen hin zu einem global handelnden Spezialisten mit agiler Führungskultur: Ein Team aus gleichberechtigten Managern lenkt die einzelnen Geschäfts- und Ländereinheiten der Bereiche Sensoren, Kameras, Imaging Systems und Engineering und legt gemeinsam fest, wie Kundenanforderungen und strategische Ausrichtung innerhalb der Organisation umgesetzt werden.

Die Entscheidung, Framos als globalen Bildverarbeitungspartner vom Sensor bis zum System auszubauen, hat in den letzten Jahren viele strukturelle Veränderungen bewirkt. Framos Nordamerika ist mittlerweile eine tragende Säule des Unternehmens, die weitere Expansion nach Asien ist greifbar und bereits mit einem Partnernetzwerk aktiv. Aus einem kleinen Team von Entwicklern, das sich um kundenspezifische Anforderungen kümmerte, hat sich die Abteilung »Imaging Systems« geformt, die mittlerweile eigene Produkte und OEM-Lösungen wie das Volumenlichtgitter VLG oder das Optische 3D-Tracking-System OTS am Markt platziert hat.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts ist Framos von 10 auf 100 Mitarbeiter gewachsen. Auf die zukünftige Entwicklung blickt Andreas Franz erwartungsvoll: »Mit Deep-Learning-Algorithmen, Vernetzung in der Cloud und neuen Kollaborationsansätzen zwischen Mensch, Maschine und Systemen liegt die Magie tatsächlich in der Bildverarbeitung, also im Processing, der dahinterliegenden Software und der intelligenten Nutzung der Daten. Hier ist noch ein riesiges Potential verborgen.«