Neues, patentiertes Verfahren Schutzfolien automatisiert bearbeiten

Die Foilpuller-Anlage arbeitet mit Vakuumsaugern und Transfereinrichtungen für den Transport der zu bearbeitenden Bauteile. Ein hochpräzise temperiertes Schneidrad ermöglicht definiertes, beschädigungsfreies Schneiden der Schutzfolien. Dabei wird über eine Druckmessdose und einen genau regelbaren Linearantrieb für einen hochgenauen Anpressdruck gesorgt.
Die Foilpuller-Anlage arbeitet mit Vakuumsaugern und Transfereinrichtungen für den Transport der zu bearbeitenden Bauteile. Ein hochpräzise temperiertes Schneidrad ermöglicht definiertes, beschädigungsfreies Schneiden der Schutzfolien. Dabei wird über eine Druckmessdose und einen genau regelbaren Linearantrieb für einen hochgenauen Anpressdruck gesorgt.

Das Bobinger Unternehmen Foilpuller hat ein neues Verfahren zur automatisierten Bearbeitung von Schutzfolien entwickelt und patentiert bekommen. Mit ihm lassen sich Schutzfolien bei Bauteilen jeder Größe und Geometrie effizient und sicher aufbringen, (vor-)schneiden oder abziehen.

Überall dort, wo empfindliche Oberflächen im Produktionsprozess geschont werden müssen, sind Schutzfolien ein notwendiges Übel. Denn das partielle oder ganzflächige Abziehen der Folien ist mit hohem personellem und finanziellem Aufwand verbunden: Teile müssen zwischengelagert und Mitarbeiter für die Arbeiten eingeteilt werden. Durch das manuelle Abziehen entstehen zudem leicht Beschädigungen, und die körperliche Belastung verursacht Krankheitsausfälle.

Das Bobinger Unternehmen Foilpuller löst mit seinem patentierten Verfahren genau diese Probleme. Bei Bauteilen jeder Größe und Geometrie lassen sich Schutzfolien effizient und sicher aufbringen, (vor-)schneiden oder abziehen. Durch die reibungslose und flexible Integration in Fertigungsprozesse können Prozesssicherheit, Produktqualität und Ergonomie verbessert werden.

Im Maschinen- und Anlagenbau, konkret für Anbieter von Bearbeitungszentren, bringt der automatische Folienabzug ein noch höheres Niveau an Automatisierung. Ewald Stark, Technischer Leiter bei Foilpuller, stellt fest: »Damit wird der Trend zur zunehmenden Vernetzung aller Prozessschritte bedient, was ein wertvolles Differenzierungsmerkmal am Markt sein kann.« Das Verfahren beherrscht alle Oberflächen und Größen, Platinen, Tiefziehteile sowie gekantete Teile und lässt sich in der Großserienfertigung mit Taktzeiten von unter 1 s ebenso einsetzen wie in einer Just-in-Time-Bereitstellung von Bauteilen mit Losgröße 1.

Für die fertigende Industrie erhöht Foilpuller die Prozesssicherheit und senkt bei optimaler Integration den Aufwand erheblich. So geschehen bei der Neff GmbH, wie Rolf Fischer aus der Werkzeugplanung bestätigt: »In eine neue Linie zur Fertigung von Dunstabzugshauben hat Foilpuller für uns Schnittwerkzeuge integriert. Die Linie läuft vollautomatisch, im Takt von 20 Hüben/Minute. Das Verfahren haben wir gemeinsam entwickelt und erst in der fertigen Linie getestet – alles hat reibungslos funktioniert.«