Siemens auf der Hannover Messe Produktivität durch Digitalisierung

So wird der Siemens-Messestand auf der diesjährigen Hannover Messe aussehen.
So wird der Siemens-Messestand auf der diesjährigen Hannover Messe aussehen.

Die Digitalisierung als zentraler Schlüssel zu mehr Produktivität, Effizienz und Flexibilität steht im Mittelpunkt des Hannover-Messe-Auftritts von Siemens. Das Unternehmen will zeigen, dass es auf dem Weg zum Ausrüster für die Industrieproduktion 4.0 schon weit fortgeschritten ist.

»Heutzutage sind echte Effizienzsprünge nur noch zu erreichen, wenn wir Systeme und Prozesse entlang des gesamten Produkt- und Produktionslebenszyklus eng miteinander verzahnen und optimieren«, erläutert Anton S. Huber, CEO der Siemens-Division Digital Factory. »Die Digitalisierung eröffnet produzierenden Unternehmen ganz neue Möglichkeiten, Produkte und Lösungen schnell und effizient zu entwickeln und zu fertigen.«

Unter dem Motto »On the way to Industrie 4.0 – Driving the Digital Enterprise« stellt Siemens auf 3500 qm Lösungen und Produkte aus seinen Tätigkeitsfeldern Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aus. Im »Digitalisierungsforum« seines Messestands präsentiert das Unternehmen außerdem konkrete Anwendungsbeispiele für digitale Techniken in der Fertigungs- und Prozessindustrie sowie im Maschinenbau. »Besonders den Kunden in der Fertigungsindustrie bietet Siemens unter dem Begriff ‚Digital Enterprise‘ eine zukunftsfähige Plattform auf Basis leistungsstarker Software-Technologien, um die Anforderungen von Industrie 4.0 in den kommenden Jahren erfüllen zu können«, führt Huber aus. »Der komplette Produkt- und Produktions-Lifecycle lässt sich schon heute durchgängig integrieren.« Besondere Aufmerksamkeit richte Siemens dabei auf die Verschmelzung der virtuellen mit der realen Welt: »Die digitale Fabrik ist keine Vision mehr«, betont Huber. »Schon heute tragen wir einen bedeutenden Teil dazu bei. Unsere Software-Lösung ‚Teamcenter‘ fungiert als zentraler Daten-Backbone. Entscheidend für eine bessere Fertigung mit mehr Effizienz und einer kürzeren Time-to-Market ist die vollständige digitale Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens.«

Auch in der Prozessindustrie will Siemens neue Wege gehen: »Die aktuellen Markttrends zielen in Richtung Modularisierung, digitale Abbildung der Produktionsschritte und Kommunikation der einzelnen Maschinen in der Anlage untereinander«, verdeutlicht Peter Herweck, CEO der Division Process Industries and Drives. Hierzu präsentiert Siemens das aktuelle Innovationsprojekt »Effortless Communication«, das den Aufbau, den Test und die Erweiterung von Maschinen- und Anlagen-Netzwerken vereinfachen soll. Die Vergabe von Adressen aus dem Engineering wird dabei in die Automatisierungsgeräte verlagert. So können Geräte sich selbst eindeutige Adressen automatisch zuweisen, ohne dass eine zentrale Instanz wie etwa ein Adress-Server erforderlich ist. Darüber hinaus vereinfacht das System den Einsatz von Fernwartungs-Services und erhöht deren Sicherheit. Die Ergebnisse des Projekts könnten, wie es hieß, beim Aufbau und Betrieb zukünftiger Produktionsnetzwerke eingesetzt werden.

In der Antriebstechnik präsentiert Siemens neue Komponenten des »Integrated Drive Systems« (IDS). »Simotics«-Reluktanzmotoren mit hoher Energieeffizienz und Dynamik, eine neue Achshöhe der Niederspannungsmotoren »Simotics FD« sowie die modularen Hochspannungsmotoren »Simotics HV M« erweitern das Produktportfolio. »Fast jede Siemens-Antriebskomponente lässt sich nahtlos in jedes Antriebssystem, jede Automatisierungsumgebung und den gesamten Lebenszyklus der Anlage integrieren«, sagt Herweck. »Weil die Antriebe mit der Steuerungs- und Fertigungsebene durchgängig vernetzbar sind, werden intelligente, selbstoptimierende und autonome Fertigungsabläufe möglich.«

Auch vor den Stromnetzen, ob innerhalb oder außerhalb von Industrieunternehmen, macht die Digitalisierung nicht Halt: Viele Unternehmen wollen ein durchgängiges Energie-Management installieren, was immer mehr Mess-, Monitoring-, Datenkommunikations-, Steuerungs- und Regelungstechnik erfordert. »Totally Integrated Power« (TIP) von Siemens ist ein umfassendes Paket für eine zukunftsfähige und wirtschaftliche Stromversorgung mit intelligenten und digitalen Lösungen von der Planung bis zum Betrieb«, sagt Ralf Christian, CEO der Division Energy Management. Mit TIP hat das Unternehmen sein Portfolio für die Energieverteilung gebündelt und bietet speziell Industrieunternehmen ganzheitliche Lösungen an, mit denen sich Energiesysteme planen, steuern, schützen und optimieren lassen. Für alle Spannungsbereiche umfassen die Lösungen Software- und Hardware-Produkte und -Systeme, die sich dank entsprechender Schnittstellen in die industrielle Automatisierungstechnik integrieren lassen. In Hannover stellt Siemens als Teil seines Schutzkonzepts eine erweiterte Version der 3VA-Kompaktleistungsschalter für die Niederspannungs-Energieverteilung vor. Als Herzstück der elektrischen Energieverteilung sorgen die Kompaktleistungsschalter für ausfallsichere, hochverfügbare Produktionsabläufe. Für das Engineering stehen zudem umfangreiche Daten bereit, die sich in alle gängigen Planungs- und Projektierungs-Tools einbinden lassen.

Hannover Messe: Halle 9, Stand D35